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Citroen-Fahrer Dani Sordo blieb in WP6 stehen und verlor den zweiten Platz © xpbimages.com

Dani Sordo (Citroen) bleibt in der sechsten Wertungsprüfung stehen - Sebastien Ogier führt in Portugal vor seinem Volkswagen-Teamkollegen Jari-Matti Latvala

Der Samstagvormittag begann mit einer turbulenten Prüfung. Die 31,12 Kilometer lange "Santana da Serra"-Strecke wirbelte das Gesamtklassement durcheinander und am Ende gab es eine Doppelführung für Volkswagen. Alle Fahrer hatten sich für die Vormittagsschleife für fünf harte Schotter-Reifen von Michelin entschieden. Die Voraussetzungen waren demnach für alle gleich. Zunächst blieb Thierry Neuville in der Prüfung stehen. Der Belgier hatte einen Stein getroffen, wodurch die Radaufhängung seines Ford Fiesta RS WRC brach.

Kurz darauf stand auch Dani Sordos Citroen am Straßenrand. "Es war kein Unfall. Sein Auto ist am Straßenrand geparkt gestanden", berichtet Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier, der direkt hinter Sordo auf der Strecke war. "Ich weiß nicht was mit ihm passiert ist." Sordo ging mit einem Rückstand von lediglich 4,4 Sekunden auf Ogier in den Tag, doch alle seine Sieghoffnungen platzten. Dafür lief es bei Ogier erneut reibungslos.

"Eine schwierige WP für alle. Es geht weiterhin eng zu: Jari liegt dicht hinter mir und mein Auto läuft nicht perfekt", merkt der Franzose an. Die Bestzeit stellte sein Volkswagen-Teamkollege Jari-Matti Latvala auf, der um 1,1 Sekunden schneller war. "Nicht einfach, eine sehr schwierige WP. Kurz vor der Stelle wo Neuville abgeflogen ist, war ich auch fast neben der Strecke. Es ist kaum möglich, einen Fehler wieder wettzumachen", so Latvala.

Durch Sordos Missgeschick rückte der Finne in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz nach vor. Der Rückstand auf Ogier beträgt 10,3 Sekunden. Erster Verfolger des Volkswagen-Duos ist nun Mikko Hirvonen (Citroen) als Dritter, dem 20,2 Sekunden fehlen. "Die WP ist langsam und kurvenreich - nicht einfach. Man darf sich keinen Fehler erlauben." Die Top 3 sind mittlerweile in ihrer eigenen Liga, denn der Rest liegt schon weit zurück.

Jewgeni Nowikow (Ford) hat als Vierter bereits einen Rückstand von 1:52,2 Minuten. Ganz zufrieden ist der Russe nicht mit seinem Boliden. "Es war ganz in Ordnung, ähnlich wie gestern: Ich gab mein Maximum. Wir haben am Autos nichts geändert, es ist genau wie gestern." Neuer Fünfter ist sein M-Sport-Teamkollege Nasser Al-Attiyah "Eine sehr schwierige WP, die Strecke ist sehr hart, es liegen viele lose Steine herum. Wir haben ein paar Dinge am Auto geändert, aber es war nicht einfach", berichtet der Katari.

Dahinter folgt der Tscheche Martin Prokop (Ford): "Sehr schwierig. Nach einer langen Pause gestern war das eine harte WP. Ich versuchte mich zu konzentrieren, doch es hätte besser sein können. Wir hatten mit sehr stark durchdrehenden Rädern zu kämpfen. Auf dieser WP ist es schwierig, das Auto heil zu lassen, weil ziemlich viele Steine auf der Strecke liegen." Die Top 10 komplettieren Michal Kosciuszko (Mini), Dennis Kuipers (Ford), Andreas Mikkelsen (Volkswagen) und WRC2-Leader Esapekka Lappi im Skoda Fabia S2000.

Gesamtwertung nach 6 von 15 Prüfungen (Top 10):

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