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Esapekka Lappi steht mit seinem Skoda vor dem Klassensieg © Skoda

Skoda-Fahrer Esapekka Lappi verwaltet am Sonntagvormittag seinen großen Vorsprung bei der Rallye Portugal - Sepp Wiegand verliert Platz zwei

Die WRC2-Wertung der Rallye Portugal stand auch zu Beginn der dritten und letzten Etappe im Zeichen von Skoda-Fahrer Esapekka Lappi. Der Finne hielt sich zurück und verwaltete souverän seinen großen Vorsprung. Zwei Prüfungen vor dem Ende führt Lappi mit knapp zehn Minuten Vorsprung. Neuer Zweiter ist Robert Barrable im Ford Fiesta S2000, denn der Deutsche Sepp Wiegand hatte in WP13 Probleme und verlor viel Zeit. Er brachte nach einem langen Zwischenstopp seinen Skoda Fabia S2000 dennoch ins Ziel und ist mit Platz drei weiterhin auf Podestplatzkurs.

Die Vormittagsschleife begann mit der 21,52 Kilometer langen "Silves" Prüfung. Die Bestzeit ging an Elfyn Evans im Ford Fiesta RRC. Der Brite war nach seinem Ausfall am Vortag unter "Rallye2-Regel" wieder am Start und durchbrach die Bestzeit-Serie von Lappi. Der Finne musste am Sonntag nur noch seinen großen Vorsprung verwalten und stellte hinter Robert Kubica (Citroen DS3 RRC), der ebenfalls unter "Rallye2-Regel" unterwegs war, die drittbeste Zeit auf. "Es war ein wenig staubig, vor allem auf den ersten Kilometern", meint der Skoda-Fahrer.

Wiegand hielt das Tempo seines Markenkollegen und war lediglich um 2,6 Sekunden langsamer. Damit verteidigte er seinen zweiten Platz gegen Barrable. "Wir sind gut unterwegs, gehen keine großen Risiken ein und wollen Platz zwei sicher nach Hause fahren", sagt der Deutsche über seine Taktik. Sein Vorsprung auf Barrable betrug nach WP12 2:49 Minuten. Das Bild änderte sich allerdings in der nächsten Prüfung.

Wiegand kämpfte sich mit Problemen über die 52,30 Kilometer lange "Almodovar"-Prüfung. Was war passiert? "Ich habe mich in einer Kurve verbremst und bin geradeaus gerutscht. Dann streikte das Getriebe und ich konnte keinen Gang einlegen. Nach fünfzehn Versuchen ging es wieder, ich weiß noch nicht woran das lag", klärt der Youngster auf. "Sehr schade." Insgesamt verlor Wiegand neuneinhalb Minuten, wodurch er den zweiten Platz an Barrable abgeben musste.

An der Spitze war alles klar: Lappi verwaltete seinen Vorsprung. "Alles fühlt sich gut an, wir profitieren von den ganzen Ausfällen. Es sind noch zwei WPs zu fahren, das sind 70 Kilometer. Also noch eine ganze Menge!" Sein Vorsprung auf Barrable beträgt komfortable 9:54 Minuten. Die Bestzeit in WP13 stellte erneut Evans auf. Kubica wurde hinter Lappi Dritter. In der Gesamtwertung liegt der Pole auf dem sechsten Platz.

"Das Getriebe funktioniert wieder gut, die WP war aber sehr schwierig, ich bin sehr viel herumgerutscht", sagt Kubica. Nach WP13 ging es ins Mittagsservice, wo die Mechaniker an den Autos arbeiten durften. Am Nachmittag werden diese beiden Prüfungen erneut absolviert.

WRC2-Gesamtwertung nach 13 von 15 Prüfungen (Top 5):

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