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Esapekka Lappi feierte mit seinem Skoda einen überlegenen Klassensieg © Skoda

Esapekka Lappi dominiert mit seinem Skoda Fabia die WRC2-Wertung in Portugal und gewinnt souverän - Der Deutsche Sepp Wiegand wird Dritter - Robert Kubica im Ziel

Der Finne Esapekka Lappi dominierte mit seinem Skoda Fabia S2000 die WRC-Wertung der Rallye Portugal nach Belieben. Vor der Nachmittagsschleife hatte er einen sehr komfortablen Vorsprung von zehn Minuten auf die unmittelbare Konkurrenz. Lappi ließ auch nichts anbrennen und nahm das Tempo heraus, um den Skoda unbeschadet ins Ziel zu bringen. Die Bestzeiten in WP14 und 15 gingen an Elfyn Evans (Ford Fiesta RRC), der am Sonntag unter "Rallye2-Regel" an den Start ging.

Im Ziel hatte Lappi schließlich 11:36,5 Minuten Vorsprung auf Robert Barrable (Ford Fiesta S2000). "Es ist schwierig zu beschreiben. Es war praktisch ein perfektes Wochenende. Das Auto und das Team waren perfekt", lobt Lappi die Leistung der Skoda-Mannschaft. Auch auf dem dritten Platz war ein Skoda zu finden. Sepp Wiegand musste im Laufe der Rallye mehrere Probleme meistern und wurde am Ende mit Platz drei belohnt.

Sonntagvormittag verlor er auf der langen WP13 viel Zeit. Deshalb ging er es am Nachmittag ruhiger an und sicherte seinen dritten Platz ab. "Auf der langen Prüfung haben wir zu viel Zeit verloren. In dieser Prüfung habe ich das Tempo herausgenommen, denn ich dachte, dass ich einen Reifenschaden habe", berichtet Wiegand über WP14. "Ich hatte aber keinen. Trotzdem bin ich langsamer gefahren, weil ich das Auto nur noch ins Ziel bringen will. Ich höre auf jedes Geräusch, denn wir haben gesehen, wie schnell man viel Zeit verlieren kann. Ich versuche den dritten Platz zu halten."

Das gelang der deutschen Nachwuchshoffnung auch. Die Freude im Ziel war groß: "In den letzten Prüfungen habe ich nichts riskiert und bin langsam gefahren. Ich war nach meinem Pech sehr enttäuscht. Ich wollte nur noch auf Sicherheit fahren", sagt Wiegand im Ziel. "Platz drei sind gute Punkte für die Meisterschaft. Das ist am Ende wichtig. Ich hätte noch mehr pushen können, wenn ich hätte müssen, aber das hat am Ende keinen Sinn mehr gemacht." In der WM verteidigte Wiegand seine Führung.

Eine turbulente Rallye erlebte der Pole Robert Kubica. Am Freitag und Samstag musste er jeweils aufgeben und auf die "Rallye2-Regel" zurückgreifen. Der letzte Tag verlief problemlos, allerdings musste der Pole im Staub langsamerer Fahrer fahren. "Es war eine große Herausforderung und ein schwieriges Wochenende. Ich habe auf Schotter viel Erfahrung gesammelt", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot.

"Speziell am ersten Tag hatte ich einen guten Speed, aber es gab viele Probleme. Von der Performance war es nicht mein bestes Wochenende, denn ich bin schon in der höchsten Motorsport-Kategorie gefahren. Ich war aber überrascht, wie gut es hier gelaufen ist." Am Ende landete Kubica auf dem sechsten Platz der WRC2-Wertung und auf Rang 20 der Gesamtwertung.

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