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Jost Capito (li.) freut sich über den Durchbruch von Jari-Matti Latvala (re.) © Volkswagen

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito lobt die geschlossene Mannschaftsleistung bei der Rallye Portugal - Den Sieg widmet er den Mechanikern

Nach vier Rallyes ist Neueinsteiger Volkswagen der große Favorit auf den WM-Titel. Sebastien Ogier hat bereits 54 WM-Punkte Vorsprung auf Citroen-Konkurrent Jari-Matti Latvala. M-Sport Speerspitze Mads Ösberg liegt nach seinen diversen Problemen schon 70 Zähler zurück. Auch in der Hersteller-Wertung hat Volkswagen in Portugal die Spitze übernommen, denn Jari-Matti Latvala fuhr den zweiten Polo R WRC auf den dritten Platz. Dadurch wurde Citroen überholt und der Vorsprung auf die Franzosen beträgt nun 14 Punkte.

"Wir könnten jetzt in keiner besseren Position sein, aber niemand hätte das erwartet", kommentiert Volkswagen Motorsportchef Jost Capito den Erfolgslauf von drei Siegen in Folge. "Wir haben immer gesagt, dass Portugal die erste entscheidende Rallye sein wird. Sie ist sehr hart, aber auch eine der schönsten Rallyes." Auch wenn es auf dem Papier nach einer perfekten Rallye aussieht, so musste das Volkswagen-Team die komplette Stärke in die Waagschale werfen. "Wir hatten hier einige Kinderkrankheiten zu meistern."

"Wenn unsere Konkurrenz auf Tempo war, dann waren sie sehr konkurrenzfähig. Wir hatten auch Glück, aber wir haben herausgefunden, dass die Fahrer, das Team, die Mechaniker, das Management und die Ingenieure konkurrenzfähig sind", spricht Capito seiner Mannschaft ein Lob aus. "Wir waren alle konkurrenzfähig und haben das gesamte Wochenende gut gearbeitet. Man darf nicht vergessen, dass wir drei Autos im Einsatz hatten und wir hielten sie alle am Laufen. Ich bin sehr stolz."

"Andreas (Mikkelsen; Anm. d. Red.) hat brillant gearbeitet. Es war aber ein sehr hartes und sehr glückliches Wochenende für uns - mit einem guten Ende für uns." Speziell am Sonntagvormittag hing der Sieg am seidenen Faden, denn bei beiden Polo von Ogier und Latvala traten technische Probleme auf. "Die Dramen waren offensichtlich, aber als wir zu anderen Zeitpunkten an diesem Wochenende Dramen hatten, war das nicht so offensichtlich."

"Ich bin sehr stolz auf unsere Jungs, aber auch auf das gesamte Team. Wir sollten diesen Sieg unseren Mechanikern widmen. Das Team hat bei jedem Service neue Autos gemacht. Wir nutzten all unser Glück, aber wir entdeckten auch eine wichtige Sache: Unser Auto ist nur mit Vorderradantrieb genauso schnell wie mit Allradantrieb. Es stimmt, schaut euch nur die Zwischenzeiten an", bemerkt Capito.

Speziell Latvala fuhr aus seinem Tal und wurde mit Platz drei belohnt. "Seine Performance war an diesem Wochenende perfekt", lobt der Motorsportchef. "In Mexiko hatte er Pech. Wir hatten zwischen den Rallyes einen Test und ich glaube, dass er in Zukunft noch besser sein wird. Ich glaube an Jari seit ich ihn seit acht oder neun Jahren kenne. Er ist ein brillantes Teammitglied und unsere fantastische Atmosphäre im Team ist die Basis für diese Erfolge."

Als Latvala zwischenzeitlich auf Platz zwei lag, orientierte er sich nach hinten auf Hirvonen und nicht nach vorne auf Ogier. Gab es Teamorder? "Wir haben keine Nummer eins oder Nummer zwei", bestätigt Capito. "Es ist uns egal wer gewinnt, aber wer von der Strecke fliegt, würde nicht so hervorstechen ..."

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