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Sepp Wiegand liegt weiter auf Kurs Richtung WRC2-Titel © Skoda

Platz drei und WM-Führung ausgebaut: Skoda-Fahrer Sepp Wiegand sammelte in Portugal wieder viel Erfahrung - Im Interview spricht der Deutsche über seine Rallye

Sepp Wiegand eroberte bei der Rallye Portugal mit dem Skoda Fabia S2000 den dritten Platz in der WRC2-Wertung. Damit führt er die WRC2-Wertung weiterhin an und hat einen Vorsprung von 15 Punkten auf Nicolas Fuchs. Der Deutsche konnte bei einigen Prüfungen das Tempo von Skoda-Markenkollege Esapekka Lappi halten. Wiegand musste aber auch einige Schwierigkeiten meistern, wie einen Fahrfehler und ein kleines Getriebeproblem. Zudem experimentierte der 22-Jährige mit der Reifenwahl. Insgesamt hat der deutsche Hoffnungsträger viel gelernt und viele nützliche Erfahrungen für die nächsten Schotter-Rallyes gesammelt. Im Interview mit 'Motorsport-Total.com' berichtet Wiegand über seine Rallye Portugal.

Frage: "Sepp, wie lautet dein allgemeines Fazit nach dieser Rallye?"

"Am letzten Tag gab es noch einen Schreckmoment. Nach einem leichten Verbremser hat beim Rückwärtsfahren das Getriebe blockiert. Ich habe aber nicht aufgegeben und versucht einen Gang einzulegen, bis es dann gefühlt nach dem 30. Mal funktioniert hat. Trotz alldem konnte ich Platz drei erobern. Von daher können wir zufrieden sein."

Frage: "Die Erstellung des Aufschriebs soll für Neulinge nicht einfach gewesen sein, weil es viele blinde Kuppen gab. Wie ist es euch dabei gegangen?"

Lange Prüfungen ein Härtetest

Frage: "Es gab teilweise sehr lange Prüfungen. Wie erging es dir mit der Konzentration und auch körperlich?

"Danach sind wir fast 45 Kilometer im Staub eines Vordermanns gefahren. Überholen war unmöglich, weshalb es nicht anstrengend war, weil wir nicht pushen konnten. Beim zweiten Durchgang war es zugleich die letzte Prüfung der Rallye. Dabei bin ich keine Risiken eingegangen und habe versucht gut über die Runden zu kommen. Bei den anderen Prüfungen über 20, 25 und 30 Kilometer verspürte ich keine körperlichen Überbelastungen. Es war alles im grünen Bereich."

Frage: "Es ist aber schon ein Unterschied zu den kürzeren IRC-Prüfungen?"

Frage: "Was würdest du als den schwierigsten Punkt in Portugal herausstreichen?"

Wiegand auch auf Schotter schnell

Frage: "Du bist am Samstag auch einen Cross-Mix mit harten und weichen Reifen gefahren."

"Die Außentemperaturen waren zu warm. Die Strecke war auch etwas anders, weil der Boden etwas felshaltiger war. Dadurch hatten wir nicht genug Grip. Es kommt also auch auf die Strecken an. Ich glaube, dass man im Recce schon vormerken muss, wo man so fahren kann. Man muss anhand von Temperaturen und Bodenbeschaffenheit entscheiden."

Frage: "Wenn alles glatt gelaufen ist, konntest du das Tempo von Lappi halten. Er ist teilweise ein sehr hohes Tempo gefahren. Für dich war das positiv."

Die Meisterschaft ist möglich

Frage: "Unter dem Strich kann man sagen, dass du wieder viel gelernt hast."

"Ansonsten war es eine wertvolle Erfahrung, wenn man eine 52 Kilometer lange Prüfung fährt. Von daher haben wir viel gelernt. Auch beim Fahrstil habe ich gemerkt, dass ich die Erkenntnisse von Zypern umsetzen konnte. Ich bin etwas aggressiver gefahren und bin mehr den richtigen Schotter-Stil gefahren. Ich merke auch für mich, dass sich mein Fahrstil geändert hat. Ich kann fühlen, dass ich Fortschritte mache. Das ist sehr positiv."

Frage: "Wenn man auf den WM-Stand der WRC2 blickt, dann sieht es auch sehr positiv für dich aus."

"Alles in allem habe ich in Portugal wieder viel gelernt. Ich habe gesehen, dass ich schnell bin, aber auch, dass man schnell wieder viel verlieren kann. Es war ein Auf und Ab. Wichtig war, dass ich die Punkte mitgenommen habe. Damit können wir zufrieden sein."

Frage: "Wann wirst du das nächste Mal im Skoda Fabia sitzen?"

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