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Sebastien Ogier feierte seinen vierten Saisonsieg ausgelassen © xpbimages.com

Sebastien Ogier genießt das Siegerbad im Hafenbecken von Alghero - In der Analyse spricht der Weltmeister von einer seiner schwierigsten Rallyes

Sebastien Ogier behielt bei der Rallye Italien auf der Mittelmeerinsel Sardinien die Oberhand im Volkswagen-Duell gegen Jari-Matti Latvala. Das Pendel schlug in WP13 zu Gunsten des Weltmeisters um, als Latvala einen Reifenschaden hatte. Bis dahin schenkten sich die beiden nichts. Ogier jagte seinen Teamkollegen. Am Sonntag verwaltete der Weltmeister seinen Vorsprung und feierte den vierten Saisonsieg. Es war schon der 20. WRC-Triumph seiner Karriere. In der WM hat Ogier seine Führung auf 33 Punkte ausgebaut.

Frage: "Es war eine sehr heiße Rallye, aber einige von euch sehen etwas frischer aus. Ich muss sagen, dass die Volkswagen-Crew so aussieht, als würde sie direkt aus dem Swimmingpool kommen oder aus dem Hafenbecken. Gratulation zum 20. Sieg deiner Karriere und deinem vierten Saisonsieg, Sebastien! Zunächst muss ich dich aber fragen, warum du so nass bist?"

Frage: "Es war ein herausforderndes Wochenende. Erzähle mir über deine Rolle. Du musstest am Freitag die Strecken eröffnen. Es war ein schwieriger Tag für dich."

"Am Nachmittag waren die Bedingungen dann etwas besser und ich hatte in der zweiten Schleife keinen so großen Nachteil. Anschließend war die Situation vergleichbar mit Jari-Mattis. Es war trotzdem sehr schwierig, die verlorenen 20 Sekunden aufzuholen, weil Jari sehr stark ist. Er ist mit einem sehr guten Speed gefahren. Ich habe immer das Maximum gegeben."

"Schließlich machte er einen kleinen Fehler und hatte einen Reifenschaden. Ich freue mich und am Ende haben wir diesen Sieg verdient. Ich meine nicht, dass er den Sieg nicht verdient hätte, aber ich habe mein Bestes an diesem Wochenende gegeben. In den letzten 45 Kilometern bin ich es aber ruhiger angegangen und habe die Aussicht auf Sardinien genossen."

Frage: "Wie waren deine Gedanken am Samstagvormittag, als dir Jari-Matti Zeit abgenommen hat? Musstest du größere Risiken eingehen?"

"In der Nachmittagsschleife verkürzte ich den Rückstand, ohne über 100 Prozent zu fahren. Dadurch hatte ich einen noch höheren Rhythmus und konnte noch mehr Zeit auf Jari gutmachen. Die lange Prüfung (WP13; Anm. d. Red.) war für alle Fahrer die größte Herausforderung an diesem Wochenende. Alle hatten Mühe, auch wir. Vielleicht bin ich etwas besser mit den Reifen umgegangen, denn ich habe viel Zeit gutgemacht. Jari hatte auch seinen Reifenschaden. Von diesem Moment an war es sehr gut für uns. Am Sonntag mussten wir den Job beenden."

"Nur" Dritter in der Power Stage

Frage: "Du hast es erledigt und den Sieg geholt, aber du hast die Power Stage nicht gewonnen. Das ist für dich sehr ungewöhnlich?"

Frage: "Hast du nicht gepusht, oder hast du gepusht und es nicht geschafft? Andreas Mikkelsen war Schnellster."

"Ich startete mit einem guten Rhythmus, aber die Prüfung war hart mit vielen tiefen Spurrillen. Man musste sehr aggressiv fahren. Ich gab mein Bestes, aber Andreas war sehr gut. Ich bin ehrlich gesagt auch zufrieden mit dem einen Bonuspunkt. Ich habe den Sieg geholt. Das ist das Wichtigste."

Frage: "Die nächste Rallye findet in Polen statt. Was denkst du darüber?"

"Jetzt will ich aber noch nicht so viel darüber nachdenken, denn ich muss wieder einen frustrierenden ersten Tag anführen. Jetzt genieße ich diesen Sieg und konzentriere mich später auf Polen. Es wird aber schön werden, wieder dort zu sein. Es waren dort viele Fans und ich glaube, wegen Robert (Kubica; Anm. d. Red.) werden diesmal noch mehr kommen. Es wird sicher eine schöne Veranstaltung."

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