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Dieser Ford Fiesta brannte am Freitag komplett aus - siehe Foto weiter unten © M-Sport/McKlein

M-Sport tappt bei den Ursachen für das Feuer von Mikko Hirvonens Ford im Dunkeln - Der Fiesta brannte in Italien komplett aus

Für die spektakulärsten Bilder der Rallye Sardinien sorgte der Ford Fiesta von Mikko Hirvonen. Auf der Verbindungsstrecke zur vierten Wertungsprüfung fing der Wagen Feuer und brannte schließlich komplett aus. Sebastien Ogier und Kris Meeke versuchten ebenfalls das Feuer vergeblich zu löschen. Hirvonen und seinem Co-Piloten Jarmo Lehtinen passierte bei diesem Zwischenfall nichts, doch der Schock und die Enttäuschung waren groß. Auch die Konkurrenz fühlte mit, denn niemand will ein World-Rally-Car ausbrennen sehen.

"Ich habe keine Ahnung, was passiert ist und ich glaube auch nicht, dass wir es jemals herausfinden werden", sagt Hirvonen geknickt. "Es war sehr merkwürdig. Nach der dritten Prüfung war alles okay und funktionierte wie es sollte. Wir blieben stehen, nahmen das HANS-System und die Helme ab, checkten die Reifendrücke. Wir begutachteten wie gewohnt das Auto und alles war in Ordnung." Nachdem Hirvonen in der Superspecial in Cagliari die Bestzeit aufgestellt hatte, hielt er nach WP3 den sechsten Rang.

Dann ging aber alles schief. "Nachdem wir weitergefahren sind, fing das Auto plötzlich Feuer. Wir rochen den Rauch. Als ich mich umdrehte, stand das Auto rechts hinten in Flammen. Wir blieben stehen, aber die Flammen loderten schon bis zum Dach. Ich leerte drei Feuerlöscher, aber sie konnten nichts ausrichten. Wir konnten nichts tun, um das Auto zu retten."

Die Bilder der Verwüstung waren extrem. Auch M-Sport-Boss Malcolm Wilson kennt nicht die Ursache des Feuers. Könnte dieser Zwischenfall größere Auswirkungen auf andere Autos haben? "Es könnte der Start einer Epidemie sein, aber man muss realistisch sein", wird Wilson von 'MaxRally' zitiert. "Dieses Auto ist nun seit vier Jahren im Einsatz und das war das erste, das wir auf diese Art verloren haben. Es ist im Moment noch ein Mysterium."

"Schön ist für mich, dass sich Mikko so geärgert hat, weil er das Auto nicht retten konnte. Für mich ist das schön, wenn sich ein Fahrer so kümmert, denn er versteht, was es für uns bedeutet, wenn wir ein komplettes Chassis verlieren. Wichtig ist, dass sie okay sind. Das ist das Wichtigste für mich." Für das private M-Sport-Team sind Unfälle aus finanzieller Sicht schwieriger zu verkraften als für die Werksteams von Volkswagen, Hyundai und Citroen.

Der ausgebrannte Fiesta war ein Totalschaden. Keine einzige Komponente kann erneut verwendet werden. "Wenn man einen Unfall hat, dann sind die mechanischen Teile tendenziell in Ordnung", geht Wilson ins Detail. "Es ist aber auch zusätzlich frustrierend, dass das die erste Rallye eines Links war. Es gab einen neuen Motor, ein neues Getriebe und viele andere neue Teile in diesem Auto."

Trotzdem ist Wilson überzeugt, dass dieses Feuer keine Auswirkungen auf das Engagement von M-Sport haben wird. "Natürlich hat das Auswirkungen, aber egal was passieren wird, wir werden weiterhin dabei sein", bestätigt der Brite bei 'MaxRally'.

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