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Hayden Paddon fuhr in Italien die erste Rallye im Hyundai i20 WRC © xpbimages.com

Höhen und Tiefen beim Hyundai-Debüt von Hayden Paddon: Trotz technischer Probleme sammelt der Neuseeländer auf Sardinien viele Erkenntnisse

Die WM-Karriere von Hayden Paddon startete bei der Rallye Italien richtig. Der Neuseeländer stieg auf Sardinien in einem dritten Hyundai i20 WRC in den Wettbewerb ein und erlebte die Höhen und Tiefen des neuen Herstellers. Den ersten Tag absolvierte Paddon größtenteils problemlos. Lediglich in WP7 verlor er durch einen Reifenschaden viel Zeit und beendete die erste Etappe außerhalb der Top 10.

"Ich erwischte beim Start einen Stein auf der Innenseite einer Kurve und fuhr dann elf Kilometer mit einem Plattfuß vorne rechts", blickt der 27-Jährige zurück. "Das zeigt aber auch die Widerstandsfähigkeit der Reifen." Am Samstag musste Paddon als Fünfter starten und absolvierte einen weiteren soliden Tag bis zur letzten WP.

In der knapp 60 Kilometer langen "Monte Lerno"-Prüfung funkte Paddon Fehlzündungen des Motors an die Hyundai-Zentrale im Service Park. Das Problem trat nach rund elf Kilometern nach einer Wasserdurchfahrt auf. Um den Motor nicht weiter zu beschädigen, wies ihn das Team an, stehenzubleiben.

"Bei dieser Rallye ging es ohnehin nur darum, Erfahrungen zu sammeln. Es war diesbezüglich wieder ein guter Tag. Der Vormittag war okay, aber es war wegen meiner Startposition etwas rutschig", blickt Paddon auf den Samstag zurück. "Wir konzentrierten uns auf die Abstimmung des Autos und meine eigene Fahrweise. Im Vergleich zum Freitag verbesserten wir das Einlenkverhalten, aber mein Aufschrieb war nicht ideal und ich hatte nicht viel Vertrauen."

Nachdem der gestrandete Hyundai im Service-Park repariert wurde, trat Paddon am Sonntag nach Rally2-Reglement wieder an und belegte im Endklassement Platz zwölf. "Die Jungs haben super gearbeitet und das Auto wieder repariert. So wie am Samstag musste ich früh starten, wodurch es wieder sehr rutschig war."

"Am Vormittag achteten wir auf die Reifen, was die Zeiten beeinflusste, aber ich fühlte mehr Vertrauen ins Auto. Ich wusste, dass es eine schwierige erste Rallye mit dem Team sein würde, weil ich hier noch nie gefahren bin. Trotzdem gab es gute Fortschritte", zieht Paddon eine positive Bilanz. "Ich habe nicht gepusht und mich darauf konzentriert, die Prüfungen zu beenden und so viel wie möglich zu lernen."

"Generell hätte es besser laufen können, aber das war kein einmaliger Gaststart. Wir können die gesammelten Informationen für die nächste Rallye verwenden." Paddon wird auch bei der Rallye Polen Ende Juni am Start stehen.

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