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Andreas Mikkelsen untermauerte bei der Rallye Polen sein Talent © Volkswagen

Andreas Mikkelsen fordert in Polen Weltmeister Sebastien Ogier heraus - Mit Platz zwei ist der Volkswagen-Junior nun WM-Dritter

Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen hat bei der Rallye Polen sein Talent gezeigt. Bereits bei der Winterrallye in Schweden fuhr der Norweger erstmals groß auf und kletterte als Zweiter auf das Podest. Nun mischte Mikkelsen auf Schotter ganz vorne mit. Der 25-Jährige forderte Weltmeister Sebastien Ogier heraus. Insgesamt stellte Mikkelsen drei Bestzeiten auf. Nach dem zweiten Tag lag er nur neun Zehntelsekunden hinter Ogier zurück. Allerdings fiel Mikkelsen am Samstag zurück, auch weil Bremsprobleme an seinem Polo R WRC auftraten.

Schließlich verwaltete er den zweiten Platz bis ins Ziel. Das brachte den Norweger auch auf Platz drei der WM-Wertung. "Ich bin sehr glücklich über diesen zweiten Platz", freut sich Mikkelsen. "Ich war zu Beginn sehr nahe an Seb dran, aber in der zweiten Samstagsprüfung machte ich drei Fehler und verlor meinen Rhythmus. Bei der Service-Pause lag ich 19 Sekunden hinter ihm und ich dachte mir, dass Platz zwei ein großartiges Resultat sein würde."

"Ich sah nicht den Grund für unnötiges Risiko. Als dann Mads (Östberg; Anm. d. Red.) von der Straße flog, dachte ich mir, dass ich meine Position in der WM verbessern könnte. Deshalb entschied ich mich dazu, den zweiten Platz abzusichern", erläutert Mikkelsen seine Herangehensweise.

Am Sonntag schlug er in der Power Stage wieder zu. Ogier war nur um 1,5 Sekunden schneller. Damit sammelte Mikkelsen zwei Bonuspunkte. "Ich plante nicht, in der Power Stage anzugreifen, aber ich hatte ein gutes Gefühl. Als ich die Handbremse löste, entschied ich mich dafür, anzugreifen. Ich hatte das gesamte Wochenende ein gutes Gefühl. Das Auto funktionierte perfekt und das Team hat unglaublich gut gearbeitet. Es war mir ein Vergnügen, das Auto zu fahren."

Nun stellt sich die Frage, wann Mikkelsen seinen ersten WM-Sieg holen kann? "Wir kommen näher", schmunzelt er. "Das Potenzial ist vorhanden, aber ich muss noch einige Dinge verbessern. Es wird noch etwas dauern, aber hoffentlich sind wir nicht zu weit weg. Ich fühle mich mit meinem Speed wohl. Ola ist seit Sardinien an meiner Seite und es hat sofort geklickt. Wir arbeiteten schon früher sechs Jahre lang zusammen und es fühlt sich gut an." Für seinen Co-Piloten Ola Flöne war dieser zweite Platz sein erster Podestplatz in der WRC.

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