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Der Fiesta von Robert Kubica erhielt fr Polen ein Spezialdesign © M-Sport/McKlein

Robert Kubica gelingt für seine polnischen Fans kein Spitzenresultat - Mehrere Zwischenfälle werden den Lokalmatador aus der Bahn

Der große Star der Rallye Polen war zweifelsohne Robert Kubica. In seiner Heimat ist der Grand-Prix-Sieger eine Art Nationalheld. Dazu kehrte die Rallye-WM zum ersten Mal seit 2009 nach Polen zurück. Es ist die größte Motorsport-Veranstaltung des Landes. Kubica zeigte seinen Fans eine Show, konnte aber kein Spitzenresultat erreichen. Zunächst startete der Ford-Pilot mit der drittbesten Zeit in die Rallye, aber schon in WP2 überschlug sich Kubica.

Dank seiner Fans, die zahlreich zu Hilfe eilten und den Fiesta wieder auf die Räder stellten, hielt sich der Zeitverlust in Grenzen. "Ich bremste über eine Kuppe. Das Auto wurde leicht und wir fuhren direkt in den Straßengraben. Ich versuchte, das Auto zu retten, aber wir überschlugen uns. Glücklicherweise waren an dieser Stelle viele Fans. Das Auto war kaum beschädigt." 25 Sekunden gingen bei diesem Zwischenfall verloren, aber Kubica bremste das nicht, denn in WP4 stellte er erneut Topzeiten auf.

Nach dem Freitag hielt Kubica Rang acht, doch dann ging im Laufe der dritten Etappe einiges schief. Zunächst fing sich der 29-Jährige in der Vormittagsschleife zwei Reifenschäden ein. Dann traf Kubica in WP17 einen versteckten Stein, wodurch die Radaufhängung beschädigt wurde. Außerdem entzündete sich ausgelaufenes Öl an den heißen Bremsen des Fiesta. Das besiegelte den Ausfall. Seine M-Sport-Mechaniker reparierten das Auto und Kubica ging am Sonntag nach Rally2-Reglement wieder an den Start.

Als er in der Früh den Service-Park verlassen wollte, entdeckten die Mechaniker noch ein Problem mit der Lichtmaschine. Dadurch verlor Kubica weitere zweieinhalb Minuten, aber er wollte die Rallye unbedingt beenden. Das klappte schließlich auch. Im Endklassement belegte der Lokalmatador Platz 20. "Es war nicht die glücklichste Rallye für uns", zieht Kubica Bilanz.

"Ich kann aber trotzdem einige positive Aspekte von diesem Wochenende mitnehmen. Abgesehen von kleinen Fehlern bin ich gut gefahren. Es war auch schön, so viele Fans in den Prüfungen zu sehen. Wir müssen die positive Seite sehen, und es gibt viele positive Aspekte", findet Kubica.

"Wir sind nun für die nächste Rallye in einer guten Ausgangslage. Finnland ist eine sehr spezielle Rallye. Nach diesem Lauf wird mich der Speed der Prüfungen nicht überraschen. Natürlich ist der Charakter ganz anders, weil es in Finnland viele Kurven über Kuppen gibt, aber die Geschwindigkeit ist sehr ähnlich."

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