Teamkollege Sebastien Ogier hat dem Rekordweltmeister Sebastien Loeb den fünften Sieg bei der Mexiko-Rallye auf einem Silbertablett serviert.

Zum Auftakt der Schlussetappe am Sonntag kam der führende Franzose Ogier mit seinem Citroen DS3 von der Piste ab und beschädigte dabei sein Auto am linken Vorderrad so sehr, dass er aufgeben musste.

Offenbar hatte Loeb mit einem fulminanten Start in den Schlusstag seinen französischen Landsmann zu sehr unter Druck gesetzt. "Es ist schade für das Team, aber ich muss auch für mich an den Fahrertitel denken", sagte Loeb über Ogiers Ausfall.

Vor den letzten beiden Wertungsprüfungen hatte Loeb 1:37,8 Minuten Vorsprung vor dem finnischen Ford-Piloten, der seine WM-Führung nach dem Auftaktsieg in Schweden ausbauen würde. Loeb war dort überraschend nur Sechster geworden.

Am Samstag hatte Loeb Ogier die Führung schon einmal entrissen, seinen zwischenzeitlichen Vorsprung von 19,7 Sekunden aber durch eine 50-Sekunden-Zeitstrafe wieder verloren.

Bis zum Ende der Etappe kämpfte er sich aber wieder bis auf 10,5 Sekunden an Ogier heran. "Wir sind vorne, und das ist gut. Aber Seb ist sehr nah dran, und wenn das so ist, dann wird es sehr kompliziert", hatte Ogier am Samstag gesagt und Recht behalten.

Loeb war am Samstag nach technischen Problemen mit fünfminütiger Verspätung in die 15. Prüfung gestartet und hatte dafür die Zeitstrafe kassiert. "Wir waren wirklich sehr spät am Start, weil sehr viel Verkehr war", sagte Loeb: "Wir waren pünktlich an der Startlinie, aber ich habe die Gänge verloren und konnte nicht mehr schalten. Es war unmöglich, so zu starten. Jetzt ist wieder alles okay." Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) verzichtete auf den Start in Mittelamerika.

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