Der französische WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier hat bei der Rallye Australien am Donnerstag seine Chancen auf den vorzeitigen Gewinn seines ersten Titels gewahrt.

Der VW-Werkspilot darf nach den ersten beiden von insgesamt 22 Wertungsprüfungen in der Innenstadt von Coffs Harbour als Vierter weiter auf den Sieg und bei zwei Plätzen Rückstand seines ebenfalls aus Frankreich stammenden Rivalen Thierry Neuville auch auf den für den Gesamttriumph erforderlichen Vorsprung hoffen.

Gewinnt Ogier in Down Under mit seinem Beifahrer Julien Ingrassia im VW Polo R WRC und belegt Ford-Konkurrent Neuville höchstens den dritten Platz, ist dem 29-Jährigen der Titel schon vor den letzten drei WM-Rennen sicher.

In Führung liegen Ogiers Teamkollegen Andreas Mikkelsen aus Norwegen und der Ire Paul Nagle als Ersatzmann für den an zwei Brustwirbeln verletzten Finnen Mikko Markkula.

Auf dem zweiten Platz liegen Kris Meeke und Beifahrer Chris Patterson mit 0,9 Sekunden Rückstand, Dritter ist das noch mit theoretischen Titelchancen ausgestattete VW-Duo Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila.

"Ich freue mich auf die kommenden Tage. Und wenn ich Volkswagen oder Sebastien Ogier beim Kampf um die WM-Titel in irgendeiner Form helfen kann, würde ich das gern tun", sagte Mikkelsen. Ogier beginnt den zweiten Tag mit 1,5 Sekunden Rückstand auf Mikkelsen, Neuville ist insgesamt 2,7 Sekunden zurück.

In der WM-Wertung hat Ogier mit 184 Punkten einen Vorsprung von 75 Zählern auf Neuville. Latvala folgt als Dritter mit 98 Punkten auf dem Konto.

In Australien hat Ogier zum zweiten Mal "Matchball" zum vorzeitigen WM-Erfolg. Bei der Rallye Deutschland hatte Ogier die erste Möglichkeit Chance vergeben.

"Dieses Mal haben wir aber wirklich die Chance, in Deutschland war sie noch reine Theorie", sagte Ogier: "In Australien haben wir es viel mehr selbst in der Hand. Ich möchte die Rallye und auch die abschließende Powerstage gewinnen. Das ist mein Ziel."

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