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Jonas Folger möchte in Le Mans an seine Form aus dem Vorjahr anknüpfen © FWeisse

In Le-Mans feierte Jonas Folger im vergangenen Jahr seinen bisher größten Triumph - Am Wochenende will er dort seine Pechsträhne loswerden

Mit dem zweiten Rang beim Grand Prix von Frankreich 2009 sicherte sich Jonas Folger seinen Platz in den Geschichtsbüchern. Damals machte er sich zum jüngsten Podiumsplatzieren aller Zeiten. Doch 2010 läuft es für den jungen Mann aus Schwindegg in Oberbayern noch nicht wunschgemäß. Auf dem Weg zu einem Top-10-Ergebnis geriet Folger in Jerez in der letzten Runde mit Jasper Iwema aneinander und stürzte. Somit steht für Folger nach zwei Rennen erst ein WM-Zähler zu Buche.

"Unser vorrangiges Ziel ist es, den Defektteufel endlich los zu werden", so Folger. "Denn mit der Zeit leidet zusehends das Vertrauen darunter, wenn man sich nicht sicher sein kann, ob das Bike auch standfest ist. Wir müssen schleunigst die Fehlerquelle lokalisieren, damit wir den Hebel auch gleich an der richtigen Stelle ansetzen und nicht wieder wertvolle Zeit verlieren. Zusammen mit dem Team werden wir auch einen Weg aus der Krise finden."

Die Enttäuschung von Jerez hatte der Aprilia-Pilot schnell verdaut. "Ich habe in dieser Pause bewusst etwas Abstand vom Rennsport genommen", so Folger, "Das ist mir ganz gut gelungen, und auch das mich auch die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Jetzt bin ich aber wieder voll auf Racing fixiert."

Auch die leicht verletzte Schulter vom Jerez-Sturz stellt keine Belastung mehr dar. "Schon am nächsten Tag hatte ich fast keine Schmerzen mehr. Noch auf der Heimreise habe ich die Armschlinge zum Teufel geworfen. Und zuhause habe ich gleich einmal das neue Supermoto-Bike ausprobiert. Supermoto war übrigens neben etwas Fitnesstraining das einzige Training in den vergangenen zwei Wochen."

Gute Erinnerungen an Le Mans

Den Bugatti-Circuit in Le Mans kennt Folger aus zwei Rennstarts sehr gut. Beide Male fand er zumeist nasse Bedingungen vor. 2008 startete von der Poleposition in einem Lauf zur französischen Meisterschaft, ehe er durch Sturz aus dem Rennen gerissen wurde. Im vergangenen Jahr trotzte er den widrigen Umständen und freundete sich mit der Stop-and-Go-Piste an.

"Le Mans gefällt mir als Strecke ganz gut. Ich komme damit gut zurecht, sowohl im Nassen als auch im Trockenen. Wie immer habe ich mir auch für dieses Wochenende eine Top-10-Platzierung vorgenommen. Das ist für mich im Bereich des Möglichen. Oberste Priorität hat es aber, unsere Probleme in den Griff zu bekommen. Dann sollte ein gutes Ergebnis von selbst kommen."

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