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Sein Plan ging im Qualifying voll auf: Sandro Cortese holte die Pole-Position © Privat

Mit der Pole-Position ist Sandro Cortese ein Riesenschritt gelungen, sein erstes Top-Resultat in dieser Saison einfahren zu können

Sandro Cortese hat mit zwei atemberaubenden Runden den Grundstein für seine zweite Pole-Position in seiner Grand-Prix-Karriere. Erst im allerletzten Augenblick des 40-minütigen Qualifyings entriss er dem bis dahin in Führung liegenden Pol Espargaró den besten Startplatz. "Meine Taktik war es, mit der Zeitenjagd bis in die letzten Minuten des Trainings zu warten", erläutert Cortese.

"Natürlich freue ich mich riesig über diese Pole-Position", so der 20-Jährige weiter. "Während des Qualifyings haben wir noch kleine Änderungen am Motor vorgenommen. Das hat sich sehr positiv ausgewirkt. Im Warmup werden wir noch etwas an der Vorderachse ausprobieren, aber ich denke, wir sollten auch so für das Rennen gut vorbereitet sein."

In den letzten Runden hat sich Cortese auch ein heißes Duell mit dem WM-Führenden Nicolás Terol geliefert. "Die letzten Minuten waren recht unterhaltsam. Bevor ich meine Zeitenjagd gestartet habe, hat mich Nico überholt. Das kam mir auch gar nicht ungelegen. Ich habe alles unternommen, um ihn wieder einzuholen. Und in der letzten Runde konnte ich mich in seinem Windschatten auch ranfahren. Vielleicht waren das die paar Zehntelsekunden, um Pol in der Ergebnisliste noch abzufangen."

Der beste Startplatz ist aber erst die halbe Miete. Im Rennen am Sonntag muss Cortese auch einmal ein guter Start gelingen, um nicht von vornherein wieder den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren. "Meine Starts in den letzten zwei Rennen waren weniger gut. Hier werde ich es versuchen, dies besser zu machen. Ein guter Start ist hier unbedingt notwendig. Wenn man den Windschatten der Vorderleute verliert, dann ist es fast unmöglich zur Spitzengruppe aufschließen zu können."

"Ich werde jedenfalls alles versuchen, einen guten Start hinzulegen, in den ersten Runden einen guten Rhythmus zu finden und dann in der ersten Gruppe mitzuhalten." Cortese erwartet im Rennen eine Sechs-Mann-Spitzengruppe. "Meiner Meinung nach ist hier unmöglich alleine vorne wegfahren zu können. Der Windschatten auf der langen Geraden lässt dies nicht zu. Viele Überholmanöver sind daher die Folge. Wir können aber zuversichtlich sein. Wir haben ein gutes Setup erarbeitet und auch einen Reifen, der die Renndistanz durchhalten sollte."

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