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Marc Márquez feierte in Mugello seinen ersten Grand-Prix-Sieg überhaupt © Repsol

Während Sandro Cortese beim Großen Preis von Italien zweimal stürzt, gewinnt sein Teamkollge Marc Márquez in Mugello

Marc Márquez hat den Grand Prix von Italien in Mugello gewonnen. Der 17-jährige Ajo-Pilot setzte sich eine Runde vor Schluss an die Spitze des Feldes und gab die Führung bis zum Ziel nicht mehr ab. Knapp hinter Márquez fuhren Nicolás Terol, Pol Espargaró und Bradley Smith ins Ziel. Sandro Cortese vergab seine Chance auf den Sieg bereits durch einen Sturz in der zweiten Runde.

Cortese, der von der Pole-Position aus gestartet war, erwischte zuvor einen mittelmäßigen Start, hielt sich aber in der ersten Rennrunde an vierter Stelle. Terol lag zu dem Zeitpunkt von Efrén Vázquez in Führung. Zu Beginn der zweiten Runde attackierte Cortese die Führenden, verlor aber in der dritten Kurve die Kontrolle über seine Derbi-Maschine und rutschte in den Kies.

Zwar konnte Cortese das Rennen danach wieder aufnehmen, doch ein weiterer Sturz acht Runden später bedeutete das endgültige Aus für den Pole-Sitter. Glücklicherweise trug er bei seinen beiden Unfällen keine äußeren Verletzungen davon.

An der Spitze sah es dagegen zunächst nach einer Wiederholung des Le-Mans-Rennens aus. Terol führte vor Espargaró, mit knapp zwei Sekunden Rückstand folgten Márquez und Smith. Doch während sich die beiden Führenden der Weltmeisterschaft offenkundig gegenseitig belauerten, holten Márquez und Smith mit jeweils neuen Rundenrekorden schlagartig auf das Führungsduo auf.

Vierkampf um den Sieg

Nun war eine Situation eingetreten, die sich Terol und Espargaró so sicherlich nicht gewünscht hatten: aus dem Zweikampf um den Sieg war ein Vierkampf geworden. In der Folge übernahmen sowohl Smith als auch Márquez für kurze Zeit die Führung, aber keiner der vier Piloten konnte sich entscheidend absetzen.

In den finalen vier Runden belauerten sich die vier Protagonisten, keiner wollte den anderen zu viel nützlichen Windschatten spenden. Eine Runde vor Schluss trickste Márquez seine Konkurrenten aus, indem er sich derartigen Spielchen verweigerte, in Führung ging, und diese nicht mehr abgab.

Marcel Schrötter, der nach einem tollen Start zwischenzeitlich sogar auf Position zehn lag, erreichte das Ziel schließlich als 13. Für Jonas Folger lief es sogar noch etwas besser. Der Ongetta-Pilot wurde Elfter. Randy Krummenacher beendete ein starkes Rennen auf dem sechsten Platz.

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