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Sandro Cortese hat sich die neue Strecke in Silverstone bereits genau angesehen © Privat

Sandro Cortese will sich in England von seiner starken Seite zeigen - Das Gute aus Mugello mitnehmen, das Negative ist abgehakt

Sandro Cortese ist heiß. Die Leistung beim Großen Preis von Italien gibt trotz des enttäuschenden Rennausgangs Auftrieb. Bei den zu erwartenden guten Witterungsbedingungen möchte Cortese an diesem Wochenende einen neuen Anlauf auf sein erstes Podium 2010 starten. Die Vorzeichen dafür stehen gut: Mugello ist vergessen, seine Derbi zählt zu den schnellsten Maschinen im Feld und auf dem neuen Grand-Prix-Kurs in Silverstone sind die Voraussetzungen für alle ausgeglichener.

"Ich habe mir die Strecke mit dem Scooter schon angeschaut", so Cortese. "Hier geht es ordentlich zur Sache, das wird unheimlich schnell. Aber auch das Drumherum gefällt mir - Silverstone ist ein schöner Kurs. Einmal etwas anderes, als wir es das ganze Jahr gewohnt sind. Ich muss ehrlich sagen, jetzt freue ich mich umso mehr auf dieses Wochenende."

Nach der ersten Besichtigungsrunde will sich Cortese am Freitag im ersten Training mit dem 5.890 Meter langen Rundkurs anfreunden. "Auf einem neuen Circuit steht immer das Kennenlernen der Strecke an erster Stelle. Daher werden wir am ersten Trainingstag weniger mit dem Motorrad arbeiten, sondern unseren Aufgabenschwerpunkt der Strecke widmen. Hier kommt sehr viel auf die richtige Linienwahl an. Ich glaube, so breit wie hier ist keine andere Rennstrecke im WM-Kalender."

"Die Voraussetzungen sind für alle gleich", so Cortese weiter. "Wir fangen bei null an. Wer sich am schnellsten auf die Strecke einschießen kann, ist für das restliche Wochenende im Vorteil. Aber von meiner Seite muss ich sagen, dass es mir leicht fällt, eine neue Strecke kennenzulernen. So gesehen sollte uns nichts Unerwartetes daran hindern, unser Programm durchzuziehen."

Gute Stimmung bei Ajo

Die Stimmung bei Ajo-Motorsport ist nach dem ersten Grand-Prix-Sieg Marc Márquez' auf einem Hoch. Das schlägt sich natürlich auch auf Cortese nieder. "Marcs Triumph in Mugello tut uns allen gut. Noch dazu, weil es sein erster war und er wirklich lange darauf warten musste. Mir gefällt es jedenfalls in einer Box mit einem Grand-Prix-Sieger zusammenzuarbeiten. Jetzt möchte ich aber an der Reihe sein. Dafür werden wir unser Konzept auch weiterhin umsetzen."

"Auch nach dem unrühmlichen Ende des Italien-Wochenendes gibt es keinen Grund irgendetwas zu ändern", fügt Cortese an. "Die Performance hat gepasst. Wir waren das gesamte Wochenende unter den Schnellsten. Mir darf so ein Fehler einfach nicht mehr passieren. Bei beiden Stürzen ist mir das Vorderrad weggerutscht. Egal, unser Wille für dieses Wochenende ist ungebrochen: das Gute aus Mugello mitnehmen, das Negative ist abgehackt und vergessen."

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