vergrößernverkleinern
Jonas Folger wurde wieder einmal von technischen Problemen gebremst © FWeisse

Jonas Folger musste in Silverstone abermals in dieser Saison das Geschehen am zweiten Trainingstag vermehrt aus der Box verfolgen

Jonas Folger kommt mit der schwierig abzustimmenden Aprilia RSA nicht in Schwung. In den zwei Trainings am Samstag beim Grand Prix von Großbritannien kam er gerade mal zehn Runden zum Fahren. Am Vormittag war nach sieben Runden Schluss und im Qualifikationstraining war sogar schon nach drei Runden Feierabend: Kolbenklemmer. Für das Rennen hofft er auf ein standfestes Motorrad.

"Desaster - mehr kann ich dazu nicht sagen", ärgert sich Folger. "Am Vormittag ist in meiner siebten Runde das Kupplungsseil gerissen, weil es nicht mehr das Neueste war. Es war schon sehr ausgefranst und bis das neue eingebaut war, wurde die Session auch schon abgewunken." Ex-MotoGP-Pilot Alex Hofmann wundert sich bei 'Sport1', dass solche Zuverlässigkeitsprobleme immer wieder auftreten: "Die RSA ist ein altes, erprobtes Motorrad. Ich kann mir nicht erklären, wie solche Dinge passieren können."

Am Nachmittag kam es aber noch dicker für den leidgeprüften Piloten des Ongetta-Teams: "In der vierten Runde, also in meiner ersten mit Vollgas, hat im sechsten Gang beim Anbremsen einer Kurve das Hinterrad blockiert", so Folger weiter. "Wieder einmal war für mich das Qualifying wegen eines Kolbenklemmers vorzeitig zu Ende. Für Sonntag werden wir jetzt den Motor etwas fetter bedüsen, um sicher zu gehen, dass dieser nicht wieder festgeht. Das geht natürlich auf Kosten von Leistung, aber mit dem Gedanken eines Kolbenklemmers im Hinterkopf ein Rennen zu fahren, ist auch nicht sehr hilfreich."

Wegen der geringen Anzahl an gefahrenen Runden war auch nicht daran zu denken, die Mängel aus dem Freitagstraining zu verbessern: "In erster Linie fehlen uns Kilometer. Auf einer neuen Rennstrecke kann man diese im Rennen nicht aufholen. Das ist im Moment unser größtes Manko. Die Abstimmung der Frontpartie und das Getriebe werden wir für den Sonntag so belassen. Für diese Dinge blieb einfach keine Zeit, um uns damit zu beschäftigen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel