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Sieger Marc Márquez lieferte an diesem Wochenende eine tolle Leistung ab © Repsol

Marc Márquez und Pol Espargaró machten den 125er-Sieg in Silverstone unter sich aus - Sandro Cortese mit starkem Finish Sechster

Nach dem vierten Platz von Scott Redding im Moto2-Rennen war 125er-Pilot Bradley Smith die einzig verbliebene Hoffnung auf einen Heimsieg beim ersten britischen Grand Prix in Silverstone seit 1986, doch der Lokalmatador hatte letztendlich keine Chance auf den ganz großen Triumph. Immerhin landete er als Dritter zumindest auf dem Podium.

Ganz vorne war das 17-Runden-Rennen eine rein spanische Angelegenheit zwischen Polesetter Marc Márquez und Pol Espargaró (beide Derbi). Die beiden setzten sich gegen Ende des ersten Renndrittels von ihren Verfolgern ab, fuhren in der Folge sensationelle Rundenzeiten und lieferten sich in den letzten zwei Runden ein unglaublich spannendes Duell, in dem die Führung auf gut zehn Kilometern elfmal (!) wechselte!

Kampf mit harten Bandagen

Dreimal kam es dabei sogar zu einer Berührung zwischen den beiden Landsleuten, was zeigt, dass mit harten Bandagen gekämpft wurde. Die Entscheidung fiel dann im letzten Sektor der letzten Runde, als Espargaró zunächst wieder einmal die Führung übernahm, dann aber mit einem Geschwindigkeitsüberschuss in die Wiese musste und entscheidenden Boden verlor. Auf der Ziellinie (Rennzeit: 38:12.837 Minuten) hatte er 2,576 Sekunden Rückstand.

Nicht ganz so actionreich, aber durchaus auch spannend verlief der Dreikampf um den dritten Platz zwischen Smith, Nicolás Terol und Efrén Vázquez (beide Aprilia). Vázquez schob sich kurz vor Schluss an Terol vorbei, doch zwischen den beiden kam es zu einer Berührung, durch die Vázquez von der Strecke rutschte. Das wiederum half Smith, denn der Brite hatte nach dem Zwischenfall ein paar Motorradlängen Luft nach hinten.

"Es war ein schwieriges Rennen", zieht Smith zufrieden Bilanz. "Die beiden Spanier waren nicht erreichbar, aber ich habe alles aus dem Motorrad herausgequetscht, um auf das Podium zu kommen. Okay, in der letzten Runde hatte ich ein bisschen Glück, aber dieses Ergebnis war schon längst überfällig. Wir haben im Winter und in den vergangenen Wochen hart dafür gearbeitet und verdienen uns diesen Podestplatz."

Gute Aufholjagd von Cortese

Hinter Tomoyoshi Koyama (Aprilia) landeten Sandro Cortese (Derbi) und Randy Krummenacher (Aprilia) mit jeweils knapp 40 Sekunden Rückstand auf den Positionen sechs und sieben. Cortese kam als Zwölfter aus der ersten Runde zurück, wurde aber immer schneller, je länger das Rennen dauerte, und ging in der Schlussphase auch noch am Schweizer vorbei. Johann Zarco, Esteve Rabat und Danny Webb (alle Aprilia) rundeten die Top 10 ab.

Jonas Folger (Aprilia) setzte sich vor dem Start "ein paar Punkte" als Ziel und nahm als 15. immerhin einen mit nach Hause, ganz im Gegensatz zu Marcel Schrötter (Honda), der zwischenzeitlich in den Top 15 lag, aber am Ende nur 17. wurde. Dem Interwetten-Piloten fehlten rund fünf Sekunden auf einen WM-Zähler. Beide profitierten übrigens von einem Sturz von Alexis Masbou, der ausgerechnet von Teamkollege Sturla Fagerhaug (beide Aprilia) ausgelöst wurde.

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