vergrößernverkleinern
Sandro Cortese scheint wieder auf dem Weg nach vorn zu sein © Ajo

Sandro Corteses Teamchef Aki Ajo kann dessen Leistungssteigerung im Heim-Grand-Prix erklären: Das System wurde maßgeblich geändert

Der Weg zeigt nach oben: Sandro Cortese brauste auf dem Sachsenring als Dritter noch auf das Podium. Bei noch regennasser Fahrbahn startete der Deutsche vorsichtig in das Rennen. Mit abtrocknender Piste begann er eine tolle Aufholjagd. Zuvor qualifizierte er sich mit der viertschnellsten Rundenzeit zum ersten Mal seit Längerem wieder für die erste Startreihe. Für seinen Teamchef Aki Ajo kommt die Leistungssteigerung nicht von ungefähr.

"Wir haben vor mehreren Wochen beim Test in Aragón damit begonnen, die Arbeitsweise mit ihm zu ändern", erläutert der Finne. "Es scheint, dass sich damit einiges zum Besseren wendet. Man konnte dies auch schon beim Test damals ansatzweise erkennen. Wir haben auch das System um ihn herum, und viele Dinge mehr, etwas umgestellt. Ich denke unser Plan wird auch aufgehen, wenn diesen jeder von uns auch konsequent umsetzen wird. Seine Leistungen zuvor entsprachen nicht immer unseren Vorstellungen. Mit den Umstellungen kann ich mir gut vorstellen, dass er sich schon bald deutlich steigern wird."

Auf der anderen Seite in der Box befindet sich das Team auf einer unglaublichen Erfolgswelle. Doch der erfahrene Ajo mahnt trotz der Triumphe von Marc Marquez zur Vorsicht. "Fünf Siege in Folge sind einfach wunderbar", so Ajo weiter. "Aber diese Serie macht mich sicherlich auch ein wenig nervös. Denn im Fall von andauerndem Erfolg steigt auch der Erwartungsdruck von außen. Deshalb müssen wir auch weiterhin in jeder Linie vorsichtig bleiben. Damit meine ich sowohl die technische Vorbereitung als auch die gesamte Zusammenarbeit in der Gruppe. Und dass eben auch nicht zu viele Stürze passieren."

Ajo spricht auch die in der Vergangenheit oftmals zu ungestüme Fahrweise seines spanischen Schützlings an. "Mit Sicherheit müssen wir ihn nicht bremsen. Ein ist ein außergewöhnlich kluger Fahrer. Natürlich erinnern wir ihn schon öfters daran, dass es im Moment nicht notwendig ist, zu pushen. Letztendlich trifft er seine eigene Entscheidung auf der Rennstrecke. Er ist ein ruhiger Typ und auch unser Team ist aus ruhigen Leuten zusammengesetzt. Keiner von uns ist emotional. So gesehen passt er sehr gut zu seiner technischen Crew."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel