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Nicolás Terol bestimmte im ersten Freien Training in Misano das Tempo © Aspar

Nicolás Terol knüpfte im ersten Freien Training in Misano an seine Indianapolis-Form an und fuhr Bestzeit - Sandro Cortese als Fünfter im Spitzenfeld

Die spanischen Festspiele gehen auch in Misano weiter. Vier Piloten der iberischen Halbinsel waren im ersten Freien Training der 125er-Klasse an der Spitze zu finden. Der Deutsche Sandro Cortese konnte als einziger Pilot mit den Spaniern mithalten. Landsmann Jonas Folger verpasste den Sprung in die Top 10 nur knapp, Marcel Schrötter mit der einzigen Honda im Feld auf Platz 14.

Die Bestzeit ging an Indianapolis-Sieger Nicolás Terol in 1:44.229 Minuten. Der 21-Jährige setzte von Beginn weg starke Zeiten und war praktisch ständig der schnellste Mann. WM-Spitzenreiter Marc Márquez schob sich in den letzten Minuten noch auf Platz zwei, sein Rückstand betrug 0,252 Sekunden. Dritter wurde Pol Espargaró, vor seinem Teamkollegen Efren Vázquez. Dieser hatte jedoch vier Minuten vor Schluss der einstündigen Einheit ein technisches Problem und rollte in Kurve eins aus. Davor konnte Vázquez lange das Tempo von Terol halten.

Cortese war als Fünfter einmal mehr "Best of the Rest". Bei seinem vorletzten Angriff konnte er sich sogar auf Rang drei schieben, doch im letzten Versuch wurde der Deutsche von einem Wildcard-Fahrer behindert und hatte Glück, nicht zu stürzen. Daher wurde er noch zurückgereicht. 0,860 Sekunden betrug sein Rückstand auf die Spitze.

"Es war ganz okay, ich hatte von Beginn an einen guten Rhythmus. Das Schlimme war, dass ich keine einzige freie Runde hatte", beschreibt Schrötter bei 'Sport1'. "Ich hatte immer Verkehr, in der letzten Runde wäre ich mit einem Wildcard-Fahrer fast gestürzt, wir sind fast zusammengefahren. Wenn ich nicht zurückgezogen hätte, wären wir beide gestürzt, vielleicht aber auch nur ich. Es war schon extrem viel Verkehr heute auf der Strecke. Wir haben aber gute Daten sammeln können. Wenn wir im Qualifiying eine freie Runde erwischen, kann ich in die erste Startreihe fahren. Das ist das Ziel. Auf dem fünften Platz kann man aufbauen.

Die weiteren Fahrer waren bereits mehr als eine Sekunde zurück. Esteve Rabat (+1,201), Bradley Smith (+1,209), Tomoyoshi Koyama (+1,650) und Danny Webb (+1,658) kamen auf die Plätze sechs bis neun. Mit dem großen Kühler, der nicht nur den Motor besser mit Frischluft versorgt, sondern auch mehr Leistung bringt, kam Randy Krummenacher auf Platz zehn.

Nur um 76 Tausendstel langsamer war Jonas Folger auf Rang elf. Der zweifache deutsche Meister Marcel Schrötter klassierte sich mit der einzigen Honda im Feld als 14. "Mit der Platzierung bin ich zufrieden, aber mit dem Verlauf nicht so. Es war zu Beginn etwas zäh und ich hatte kein gutes Gefühl gehabt. Dann haben wir etwas am Motorrad verändert und ich konnte einen guten Rhythmus fahren. Ich glaube, es wäre noch ein bisschen was drinnen gewesen. Im Allgemeinen war es ganz okay."

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