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Marc Márquez war in der Schlussphase deutlich schneller als Nicolás Terol © Repsol

Marc Márquez feiert nach einem beeindruckenden Schlussspurt seinen sechsten Saisonsieg - Sandro Cortese Fünfter

Nach zuletzt zwei eher enttäuschenden Resultaten hat sich Marc Márquez mit einer meisterhaften Leistung in Misano im Kampf um den WM-Titel zurückgemeldet. Der Ajo-Pilot gewann den Grand Prix von San Marino mit rund zwei Sekunden Vorsprung vor WM-Rivale Nicolás Terol, dessen Rückstand auf Márquez in der Gesamtwertung nun neun Punkte beträgt.

Terol muss somit nach zuletzt zwei Siegen in Serie einen Rückschlag hinnehmen. Der Aspar-Pilot, der nach einem verpatzten Start zunächst auf Platz sieben zurückgefallen war, hatte sich gegen Rennmitte gemeinsam mit Márquez an der Spitze vom Rest des Feldes abgesetzt. Die beiden WM-Rivalen sollten den Sieg unter sich ausmachen, wobei Terol lange Zeit wie der stärkere der beiden Fahrer aussah.

In der 13. Runde drohte Márquez bereits davonzuziehen, doch Terol konterte mit einem neuen Rundenrekord und übernahm im 15. Umlauf erneut die Führung. In den folgenden Runden schien Terol mit seinem jüngeren Landsmann spielen zu wollen, winkte Márquez sogar einmal vorbei.

Doch der Derbi-Pilot schien sich zuvor absichtlich etwas zurückgehalten zu haben und Terols Einladung kam ihm gerade recht. Márquez zog mit einer Serie neuer Rundenrekorde davon, Terol konnte nicht folgen. Der Aspar-Fahrer hatte sich ganz offensichtlich verzockt, Márquez hatte anscheinend doch wesentlich mehr auf Lager als es Terol zunächst angenommen hatte.

Spannender Fight um Platz drei

Hinter den beiden Führenden entbrannte derweil ein heißer Kampf um den letzten verbliebenen Podiumsplatz. Efren Vázquez, Sandro Cortese und der von der Pole-Position schlecht gestartete Bradley Smith überholten sich gegenseitig mehrmals pro Runde. Pol Espargaró versuchte ebenfalls, sich in diesem Kampf einzumischen, konnte aber in der Schlussphase mit den Top 5 nicht ganz mithalten.

Letztlich war es Vázquez, der das bessere Ende für sich hatte. Wenige Runden vor dem Ziel bremste Smith zudem Cortese aus, der kurz zuvor noch nach dem dritten Platz gegriffen hatte. Für den Berkheimer blieb somit nur der fünfte Rang. Der große Verlierer des Tages war aber Espargaró, der als Sechster im Rennen nun der Gesamtwertung deutlich an Boden verliert.

Randy Krummenacher und Jonas Folger fuhren abseits der überragenden Top 6 ein weitgehend unauffälliges Rennen. Krummenacher überquerte schließlich als Neunter das Ziel, Folger beendete den Grand Prix auf Rang elf. Marcel Schrötter schaffte es als 17. nicht in die Punkteränge.

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