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Randy Krummenachwer wurde für den Startunfall in Aragón disqualifiziert © Krummenacher

Randy Krummenacher hat nach dem Start in Aragón den Favoriten Marc Márquez abgeschossen - Der Schweizer entschuldigt sich für seinen Fehler

Der Spanier Marc Marquéz schien drauf und dran zu sein, seine Erfolgsgeschichte auch auf der neuen Strecke in Alcañiz fortzusetzen. Im Qualifying hatte sich der 17-Jährige mit einer halben Sekunde Vorsprung die Pole-Position gesichert. In Kurve eins war aber die Mission Heimsieg beendet. Randy Krummenacher verpasste den Einlenkpunkt und räumte Marquéz ab. Der Schweizer konnte zunächst weiterfahren, kassierte dann für die Aktion die schwarze Flagge und wurde disqualifiziert.

Für Márquez war das Rennen beendet, denn der Bremshebel und der Gaszug waren zu stark beschädigt. Durch den Sieg von Pol Espargaró verlor der sechsfache Saisonsieger die WM-Führung und fiel auf Rang drei zurück. "Wir hatten bis dahin ein gutes Wochenende, waren ruhig und wussten, dass wir viele Punkte holen mussten. Wir waren vorsichtig, aber dann ist Krummenacher viel zu schnell daher gekommen und hat mich abgeräumt", so Márquez.

"Es ist eine Schande. Die ganze Arbeit wurde von einem Fahrer zerstört, der am Ende der Geraden kaum die Bremse berührt hat. Wir hatten einen sehr langen ersten Gang und wussten, dass wir beim Start ein paar Meter verlieren könnten. Trotzdem war ich mit dieser Einstellung zufrieden Unterm Strich war es wertlos. Das Wochenende wurde von Krummenacher ruiniert. In der Meisterschaft geht es sehr eng zu. Wir haben keine Alternative und müssen uns der nächsten Herausforderung in Japan stellen."

Der Auslöser für den Unfall hat sich entschuldigt. "Es gibt dazu nicht viel zu sagen. Es tut mir für Marc und sein Team sehr, sehr leid. Ich wollte das ganz bestimmt nicht und ich habe mich auch gleich dafür entschuldigt", so Krummenacher. "Ich weiß auch noch immer nicht ganz genau, wie das alles passiert ist."

"Jedenfalls war mein Start sehr gut und auch noch beim Anbremsen der Kurve war alles in Ordnung. Aber eben nur bis zu dem Zeitpunkt, wo für mich noch Platz mehr war. Weil mir die Vorderleute die Türe zugemacht haben, musste ich auf die Randsteine, wo mir dann das Vorderrad weggerutscht ist. Im Gegensatz zu Marc konnte ich das Rennen fortsetzen."

Dann hagelte es die Disqualifikation. "Aber nach nur ein paar Runden habe ich die schwarze Flagge mit meiner Nummer gesehen. Darüber war ich auch ordentlich überrascht und ich tue mir auch schwer, die Entscheidung der Renndirektion nachzuvollziehen." Der Vorfall ist aber abgehakt. "Von meiner Seite mache ich mir auch keine Gedanken mehr darüber und konzentriere mich schon auf die nächsten Rennen."

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