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Marc Márquez setzte seinen überlegenen Speed in einen Rennsieg um © Repsol

Marc Márquez siegt in Sepang vor Pol Espargaró und Nicolás Terol - Spannung in der Weltmeisterschaft steigt

Marc Márquez gewinnt den Grand Prix von Malaysia und die Spannung in der 125er-Weltmeisterschaft steigt. Bei noch drei zu fahrenden Rennen in dieser Saison liegen die Top 3 der Gesamtwertung innerhalb von nur zwölf Punkten. Durch seinen Sieg in Sepang setzte sich Márquez an die Spitze der Weltmeisterschaft, während der am Sonntag drittplatzierte Nicolás Terol auf Platz zwei zurückgefallen ist.

Bei brütend heißen Witterungsbedingungen (32 Grad Celsius Luft-, 43 Grad Asphalttemperatur) begann um 13 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ) das 18-Rennen -Rennen der Achtelliterklasse. Pole-Sitter Márquez gewann den Start, gab die Führungsposition aber in der vierten Kurve an Terol ab, der die ersten Runden äußerst aggressiv anging.

Ähnlich forsch gingen auch Pol Espargaró und Bradley Smith zu Werke - beide überholten Márquez, der zunächst etwas vorsichtig agierte, im Laufe der ersten Runde. Doch als sich das Feld etwas geordnet hatte, begann der Ajo-Pilot damit, seinen überlegenen Speed auszuspielen. Am Ende der zweiten Runde hatte er Espargaró und Smith wieder überholt und machte sich auf die Verfolgung des führenden Terol.

Nach vier Runden hatten sich an der Spitze des Rennens zwei Dreiergruppen gebildet. Ganz vorne kämpften Terol, Márquez und Espargaró um die Spitze, etwa 1,6 Sekunden dahinter folgten deren jeweilige Teamkollegen Smith, Vázquez und Sandro Cortese. Doch es blieb nicht lange bei dieser Reihenfolge: In Kurve neun setzte Márquez zu einem überraschenden Überholmanöver gegen Terol an und übernahm die Führung.

Nun sah es so aus, als ob sich der Ajo-Pilot seinen überlegenen Speed, den er in allen Trainingssitzungen gezeigt hatte, ausspielen und sich absetzen würde. Doch Terol und Espargaró ließen sich nicht abschütteln und gingen in der sechsten Runde wieder an Márquez vorbei. Knapp dahinter führte Smith Vázquez und Cortese an das Führungstrio heran, sodass sich plötzlich wieder sechs Fahrer um Platz eins balgten.

Márquez setzt sich ab

Márquez ließ sich von all dem nicht aus dem Konzept bringen und setzte sich zur Halbzeit des Rennens wieder an die Spitze. Diesmal gelang es dem 17-Jährigen, sich von seinen Konkurrenten abzusetzen und ihnen somit auf den langen Geraden des Sepang International Circuit keinen Windschatten mehr zu spenden. Unterdessen stürzte Danny Webb auf Platz neun liegend eingangs der Gegengeraden und überschlug sich mehrmals im Kiesbett. Der Brite wurde auf einer Trage von den Streckenposten geborgen.

In der 13. Runde war klar: Márquez würde das Rennen gewinnen, sollte er keinen Fehler machen. Dahinter kämpften Terol und Espargaró um den zweiten Platz, da Vázquez, Smith und Cortese wieder abreißen lassen mussten. In der letzten Runde war es dann auch nur noch in dieser Dreiergruppe spannend, da sich Espargaró rechtzeitig von Terol absetzen konnte.

Zweimal Fotofinish

Cortese, der sich über die gesamte Dauer des Rennens das Geschehen vor ihm in aller Ruhe angesehen und vornehm zurückgehalten hatte, setzte in der letzten Runde dann zu einem großen Angriff an. Nacheinander kassierte er zunächst Smith und dann Vázquez. Doch der vierte Platz hatte für Cortese nur kurz Bestand - in der letzten Kurve ließ er sich sowohl von Smith als auch von Vázquez überrumpeln und musste sich letztlich doch mit Platz sechs begnügen.

Etwas weiter hinten kam es zweimal zu einem Fotofinsih. Im Kampf um Platz acht überquerten Tomoyoshi Koyama und Randy Krummenacher gleichzeitig die Ziellinie. Die Rennleitung sprach schließlich dem Japaner den achten Rang zu, da dessen beste Rennrunde schneller war als die des Schweizers. Marcel Schrötter wurde nach der Zieldurchfahrt nur als 15. gewertet, da das Fotofinish-System zeigte, dass Jakub Kornfeil am Ende doch eine Tausendstelsekunde schneller war als der Interwetten-Pilot.

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