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Marc Márquez dominierte das Rennen von der ersten bis zur letzten Runde © Repsol

Marc Márquez dominiert das Rennen auf Phillip Island und baut seine WM-Führung aus - Pol Espargaró und Nicolás Terol auf den Plätzen

Marc Márquez feierte beim Grand Prix von Australien seinen neunten Saisonsieg. Der Derbi-Pilot dominierte das Rennen auf Phillip Island von der ersten bis zur 23. Runde. Im Ziel hatte Márquez mehr als sechs Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Pol Espargaró, der ebenso wie Nicolás Terol (Platz drei) in der Gesamtwertung weiter an Boden verlor. Márquez Vorsprung in der Weltmeisterschaft beträgt nun zwölf Punkte auf Terol, weitere fünf Zähler dahinter liegt Espargaró.

Die Geschichte des Rennens ist schnell erzählt. Bei trockenen Bedingungen und 15 Grad Celsius Lufttemperatur entschied Pole-Sitter Márquez den Start für sich, während Sandro Cortese von Startplatz zwei sehr schlecht wegkam und lediglich als Elfter die erste Runde beendete.

Zwar musste sich Márquez in der ersten Runde kurzzeitig mit dem blendend gestarteten Bradley Smith auseinandersetzen, doch als der WM-Leader zum ersten Mal auf die Zielgerade einbog, lag er schon wieder in Führung. Terol erlebte dagegen einen schlechten Start und fiel von Platz vier auf die siebte Position zurück.

Nach der zweiten Runde war Márquez dem inzwischen auf Platz zwei liegenden Espargaró bereits um 0,6 Sekunden enteilt. Weitere 0,8 Sekunden dahinter folgte Smith. Cortese, der nach seinem verkorksten Start verzweifelt um Anschluss an die Spitzengruppe kämpfte, übertrieb es in der dritten Runde, als er ausgangs der Haarnadelkurve stürzte und sich dabei die Verkleidung seiner Derbi abriss. Damit war für den Ajo-Piloten das Rennen bereits früh beendet.

Márquez kontrolliert das Geschehen

Während Márquez seinen Vorsprung in den folgenden Runden ausbaute, reihte etwas weiter hinten Terol eine schnelle Runde an die nächste. Im achten Umlauf hatte der Aspar-Pilot den Anschluss an Espargaró geschafft und ging eine Runde später sogar an seinem Kontrahenten vorbei und übernahm Platz zwei.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass Terol und Espargaró in diesem Rennen wohl nur um den zweiten Platz kämpfen würden. An der Spitze hatte Márquez sein Zeitpolster schon auf rund drei Sekunden ausgebaut und behielt sein unnachahmliches Tempo konstant bei. Hinter Terol und Espargaró balgten sich Rabat, Smith und Efrén Vázquez um Platz vier.

Fotofinish um Platz vier

Die Entscheidung im Kampf um den zweiten Rang fiel in der 17. Runde. Espargaró kassierte Terol exakt an der Stelle, an der er seinen Gegner ein paar Runden zuvor noch vorbeigelassen hatte: innen in Kurve eins. Espargaró erhöhte schlagartig das Tempo und setzte sich schnell von Terol ab. Das Kalkül Espargarós, Terol zunächst für eine Weile zu folgen und dann überraschend zuzuschlagen, ging voll auf.

Während also die ersten drei Plätze fest vergeben waren, ereignete sich etwas weiter hinten im Feld bei der Zieldurchfahrt ein kleines sportliches Drama. Vázquez und Smith überquerten zeitgleich die Ziellinie, die Rennleitung musste per Fotofinish über die Vergabe des vierten Platzes entscheiden. Letztlich war der Spanier der Glückliche, der sich über 13 WM-Punkte freuen durfte. Randy Krummenacher fuhr ein unauffälliges Rennen und erreichte das Ziel als Neunter. Marcel Schrötter sammelte als 13. drei weitere WM-Zähler.

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