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Jonas Folger kann nach seinem Japan-Abflug endlich wieder angreifen © MKroiss

Jonas Folger kehrt nach seinem heftigen Crash von Japan in Estoril wieder zurück auf die Rennbahn: "Habe kaum noch Schmerzen"

Jonas Folger wird nach der verletzungsbedingten Rennpause in Malaysia und Australien an diesem Wochenende sein Comeback in der 125er-WM geben. Der 17-Jährige konnte die anfangs dieses Monats in Japan erlittene Handverletzung soweit heilen lassen, sodass einem Start im Grand Prix von Portugal nichts im Wege steht.

Bei dem fürchterlichen Startunfall im Grand Prix von Japan Anfang Oktober hatte sich Jonas Folger einen Haarriss am unteren Ende der linken Speiche zugezogen. Diese Fraktur konnte jedoch erst knapp eine Woche später beim darauffolgenden Grand Prix in Malaysia vom Ärzteteam der Clinica Mobile diagnostiziert werden. Auf Anraten der behandelnden Ärzte und auch von Seiten seines Teams verzichtete er auf eine weitere Teilnahme in Sepang und reiste frühzeitig nach Hause.

Dort suchte er umgehend den Chirurg Dr. Leitner in Traunreuth auf, der sich als Spezialist für Handgelenksverletzungen einen Namen gemacht hat. Folger bekam von Dr. Leitner eine Handgelenksbandage verordnet und die Anweisung, die Verletzung auf natürliche Weise heilen zu lassen. Schon wenige Tage später waren die Schmerzen bei leichtem Training bedeutend weniger, als bei seinem Versuch am ersten Trainingstag im Grand Prix von Malaysia seine Aprilia RSA im Renntempo um den Sepang International Circuit zu fahren.

Mittlerweile hat sich der ehrgeizige Athlet mit täglichen Trainingssessions auf dem Fahrrad und mit Schwimmen auf sein Comeback vorbereitet, auf das er nach der unfreiwilligen Rennpause verständlicherweise heiß ist. Die zwei noch ausstehenden Grands Prix in dieser Saison will Folger unbedingt mit guten Ergebnissen beenden, nachdem vor allem die erste Jahreshälfte für ihn bei weitem nicht zufriedenstellend verlaufen ist.

"Gleich nach meiner Rückkehr aus Malaysia habe ich Dr. Leitner aufgesucht, der mir von mehreren Seiten empfohlen wurde. Dem erfahrenen Chirurg habe ich auf Anhieb vertraut. So unglaublich das auch für das erste Treffen klingen mag", so Folger. "Wir sind schnell zu dem Entschluss gekommen, die Verletzung auf natürliche Weise heilen zu lassen. Daher habe ich nur eine Handgelenksbandage bekommen. Ich muss auch dazu sagen, dass sich diese angenehm tragen lässt und mich beim Training absolut nicht behindert."

"Mittlerweile spüre ich kaum noch Schmerzen. Ich bin mir aber voll bewusst darüber, dass die Belastungen auf dem Motorrad ganz anders sein werden", sagt der junge Bayer. "Trotzdem bin ich aber davon überzeugt, dass ich den ersten Trainingstag in Estoril gut überstehen werde und in weiterer Folge auch die letzten zwei Rennwochenenden in diesem Jahr durchfahren kann."

"Aus meiner Sicht war es schmerzvoll genug, zwei Rennen pausieren zu müssen und diese nur vor dem TV-Gerät mit verfolgen zu können. Das war kaum auszuhalten. Außerdem wollte ich in Estoril unbedingt wieder dabei sein. Dieser Kurs gefällt mir super gut - es macht riesig Spaß hier zu fahren. Obwohl das Streckenlayout nicht ganz einfach ist, war ich beim ersten Test mit meinem Team hier auf Anhieb schnell", bringt Folger seinen Optimismus auf den Punkt.

"Dieser Test war zugleich auch mein erstes Kennenlernen von Estoril. Für dieses Wochenende und auch für nächstes in Valencia habe ich mir vorgenommen, nichts zu überstürzen, trotzdem werde ich alles versuchen, um diese zum Teil schwierig verlaufene Saison mit guten Ergebnissen zu beenden", meint der junge Aprilia-Mann vor dem vorletzten Rennen der aktuellen Saison.

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