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Marc Márquez sicherte sich nach einer überlegenen Fahrt den WM-Titel © Repsol

Marc Márquez begnügt sich mit Platz vier und gewinnt die 125er-Weltmeisterschaft - Bradley Smith gewinnt vor Pol Espargaró

Marc Márquez ist der 125er-Weltmeister der Saison 2010. Dem 17 Jahre alten Spanier reichte der vierte Platz beim Grand Prix von Valencia, um seinen ersten Titelgewinn unter Dach und Fach zu bringen. Der Sieg beim letzten Rennen dieses Jahres ging an Bradley Smith. Der Brite verhindert dadurch, dass sämtliche 17 Grand Prix dieser Saison von Spaniern gewonnen wurden.

Smith setzte sich bereits unmittelbar nach dem Start an die Spitze des Feldes, Márquez agierte in den ersten Kurven abwartend, um einen Sturz auf jeden Fall zu vermeiden. Der Ajo-Pilot wusste: Ein Platz in den Top 8 würde zum Titelgewinn reichen, selbst wenn sein einzig verbliebener Titelkonkurrent Nicolás Terol das Rennen auf dem Circuit Ricardo Tormo gewinnen würde.

Márquez' Marschroute für das 24-Stunden-Rennen war offensichtlich: Unnötige Risiken galt es zu vermeiden, der Gewinn des Titels hatte absolute Priorität. Dadurch konnte sich Smith schnell an der Spitze etwas absetzen, während Márquez dicht hinter dem zweitplatzierten Terol blieb und scheinbar alles unter Kontrolle hatte.

Dass Márquez schneller als Terol hätte fahren können, wurde mehrmals offensichtlich. Ab der achten Runde schob der Derbi-Pilot seinen Kontrahenten förmlich vor sich her, setzte sich mehrmals neben Terol, ohne aber einen Überholversuch zu wagen. Terol wiederum hoffte wohl darauf, Márquez vielleicht in einen Fehler treiben zu können - vergeblich.

Durch diesen Nervenspiel konnte schließlich Pol Espargaró aufschließen. Der Tuenti-Pilot war nach dem Start zunächst bis auf Platz elf zurückgefallen, kämpfte sich aber schnell an das Führungstrio heran. In der 16. Runde winkte Márquez Espargaró sogar vorbei. Der Youngster hatte offensichtlich kein Interesse an riskanten Positionskämpfen.

Schrötter Zwölfter, Folger nicht im Ziel

Espargaró ging in der vorletzten Runde an Terol vorbei und sicherte sich somit den zweiten Platz hinter Smith, der mit knapp 2,8 Sekunden Vorsprung die Ziellinie überquerte. Márquez begnügte sich mit Platz vier hinter Terol - und vor seinem Teamkollegen Sandro Cortese, der 16 Sekunden nach den Top 4 die Zielflagge sah.

Marcel Schrötter beendete den letzten Grand Prix der Saison auf Position zwölf. Der Interwetten-Pilot lieferte sich einige harte Zweikämpfe, unter anderem mit Johann Zarco, der in der 21. Runde durch einen Sturz ausschied. Jonas Folger suchte nach zehn Runden die Box auf und beendete das Rennen vorzeitig. Wie schon am Samstag machten dem Ongetta-Piloten technische Probleme zu schaffen.

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