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Ab Januar ist strammstehen angesagt: Sandro Cortese muss zur Bundeswehr © Privat

Die Zukunft von Sandro Cortese ist nach wie vor ungewiss - Der deutsche 125er-Pilot verrät: "Wir bauen gerade ein deutsches Team auf"

Mit großen Hoffnungen war Sandro Cortese in die abgelaufene Saison der 125er-Weltmeisterschaft gestartet. Im Team von Aki Ajo fand er die besten Voraussetzungen für große Erfolge vor, doch blieb es 2010 bei vereinzelten Glanzlichtern. Gleichzeitig konnte sich Teamkollege Marc Márquez mit vielen Siegen und dem Gewinn des Titels ins Rampenlicht fahren.

"Das war auch das Schwierige an der Saison", gibt Cortese im Gespräch mit der 'Allgäuer Zeitung' zu. "Marquez hatte von Anfang an eine sehr starke Präsenz, die Augen waren vor allem auf ihn gerichtet. Eigentlich hat sich im Team von Beginn an alles um Marquez gedreht. Er hat dies bestätigt, für mich war es jedoch nicht ganz einfach. 2009 war ich noch der Chef im Team, 2010 die Nummer zwei. Aber ab der nächsten Saison wird sich das ändern."

Cortese wird das Ajo-Team definitiv verlassen. "Das hat nichts mit 2010, sondern mit der Planung für 2011 etwas zu tun. Künftig sollen es insgesamt fünf Fahrer im Team sein. Das ist mir dann doch ein bisschen zuviel", sagt der 20-Jährige. "Ich und das Team haben uns freundschaftlich getrennt, immerhin haben wir zwei Jahre zusammengearbeitet."

Über siene Zukunft mag Cortese nicht viel verraten. "Wir bauen gerade ein deutsches Team auf", sagt er, ohne jedoch die Hintergründe des Projekts zu nennen. "Fest steht: Es wird zwei Fahrer geben, ich werde die Nummer eins sein. Das ist mir wichtig, denn nur als Nummer eins kann man konstant erfolgreich sein. Mehr über den Wechsel möchte ich noch nicht verraten, weil noch Gespräche anstehen."

Den Winter wird der Berkheimer nutzen, um sich von einer "schwierigen und nervenaufreibenden" Saison zu erholen. Doch der deutsche Youngster muss schon direkt nach dem Jahreswechsel in eine Saisonvorbereitung der besonderen Art einsteigen. "Ab 3. Januar 2011 muss ich zum Bund", sagt Cortese. "Die Grundausbildung absolviere ich in Dillingen, danach komme ich in eine Sportfördergruppe nach Sonthofen. Ich bin sehr froh, dass das geklappt hat. Zunächst war Bremen angedacht, dann Stetten, jetzt Dillingen und Sonthofen. Das ist gut so, sonst wäre es mit dem Training schwierig geworden."

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