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In der neuen Moto3-Klasse könnte KTM ab 2012 ein WM-Comeback feiern © GEPA/Red Bull

Zahlreiche Hersteller zeigen Interesse an der neuen Moto3-Klasse ab 2012 - In Mattighofen soll der KTM-Einstieg bereits beschlossen sein

Als die neuen Regeln für die Moto3-Klasse, die ab 2012 die 125er-Maschinen ersetzten wird, verlautbart wurden, war es nur eine Frage der Zeit bis Motocross und Supermoto-Hersteller Interesse zeigen würden. In der Moto3 sind Viertaktmotoren mit einem Zylinder und 250 Kubikzentimeter Hubraum vorgeschrieben. Die maximale Bohrung ist auf 81 Millimeter festgelegt, während die Drehzahl auf 14.000 Umdrehungen limitiert sein wird. Motocross-Hersteller haben Motoren in ihrem Sortiment, die mit geringen Anpassungen diesen Spezifikationen entsprechen würden.

KTM ist auf dem Motocross-Markt nicht nur groß, sondern auch erfolgreich. Gerüchte über einen Einstieg in die Moto3 halten sich seit Oktober. Nun berichten unsere Kollegen von 'GPOne.com', dass in Mattighofen der Einstieg beschlossen worden ist. Offiziell wurde das aber noch nicht verkündet. Die technischen Details der neuen Maschinen müssen noch finalisiert werden. Die Regeln wurden erst vor einigen Wochen in Valencia publiziert, beziehungsweise die Rahmenbedingungen der Einheitselektronik erst vor wenigen Tagen. Deshalb wird mit einer offiziellen Stellungnahme zum Einstieg noch abgewartet.

KTM würde die vierte bisher vorgestellte Moto3-Maschine sein. Der frühere Aprilia-Chef Giampiero Sacchi hat bereits seine IODA-Racing-Moto3 präsentiert. Ebenfalls hat der holländische Rahmenbauer Bakker verlautbart, dass ein Motorrad um einen 250er Suzuki RMZ Motor entstehen wird. Honda verbreitet immer wieder Fotos der NRS250 Moto3, obwohl die Moriwaki MD250H in die Richtung zeigt, die Honda einschlagen wird. Laut Gerüchten im Fahrerlager interessiert sich Suzuki sehr für die Moto3 und auch Yamaha stellt Überlegungen an.

Der maximale Preis für diese neue Rennmaschine ist bei 12.000 Euro festgelegt. Bevor das verkündet wurde, waren auch zwei kleine britische Hersteller interessiert. Das Limit macht es für kleine, unabhängige Firmen aber schwierig, ein finanzielles Risiko bei einer kleinen Gewinnspanne einzugehen. Seither sind praktisch nur noch Hersteller, oder Firmen die Herstellern nahe stehen, im Gespräch.

Während die Moto2 nur in der spanischen Meisterschaft gefahren wird, könnte es bei der Moto3 anders aussehen. Bereits ab 2011 sind die Moto3-Maschinen in der italienischen Meisterschaft zugelassen, wo sie neben den 125ern fahren werden. Rechtevermarkter Dorna bemüht sich derzeit um die Spanier, damit sie ebenfalls schon ab der kommenden Saison die neuen Motorräder einsetzen. In der IDM werden voraussichtlich ab 2012 Moto3-Motorräder erlaubt sein. Der Markt für die Hersteller ist also groß.

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