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Jonas Folger war in Jerez zuletzt sehr gut unterwegs - und freut sich auf die Saison © Jonas Folger

125er-Fahrer Jonas Folger ist nach den jüngsten Testfahrten sehr gespannt auf den Saisonstart mit dem Ajo-Team und zeigt sich betont zuversichtlich

Für Jonas Folger und sein Ajo-Team verlief der abschließende Test vor dem WM-Auftakt in Katar überaus positiv. Der 17-jährige Aprilia-Pilot leistete bei den letzten Saisonvorbereitungen an allen drei Tagen auf dem Circuit de Jerez mit Top-Rundenzeiten seinen Beitrag zum ausgezeichneten Ergebnis. Lediglich am Freitag wurden Folger und sein neues Team aufgrund von immer wieder einsetzenden Regenschauern etwas gebremst.

Folger beendete den ersten Tag dennoch als Viertschnellster in der Zeitenliste, da er und seine Crew keine Minute vergeudeten und die guten Bedingungen am Vormittag ausgiebig nutzten. Bei wesentlich besseren Witterungsverhältnissen während der gesamten Trainingszeit am Samstag gelang es ihm, seine Rundenzeit vom Vortag um eine Sekunde zu verbessern.

Auch am abschließenden Sonntag feilte er nochmals mehr als eine Sekunde weg. Mit seiner persönlichen Bestmarke von 1:48.220 Minuten beendete der Deutsche den Test in Südspanien als Viertschnellster der 125er-Kategorie. Neben dem sportlichen Erfolg sind für Folger und sein Team die letzten Saisonvorbereitungen auch in technischer Hinsicht sehr positiv verlaufen.

Setupexperiment macht sich nicht bezahlt

Im Verlauf des Wochenendes konnte man mit der Feinabstimmung seiner Aprilia RSA bedeutende Fortschritte erzielen. Schließlich hatte man sogar noch ausreichend Zeit zur Verfügung, um Experimente zu absolvieren, die zu mehr Grip hinten führen sollten. Da aber der gewünschte Effekt mit einer anderen Reifenauswahl und Änderungen am Fahrwerk nicht erzielt werden konnte, wurde dieser Test kurzerhand abgebrochen und man hat das Motorrad wieder auf den zuvor erarbeiteten Stand zurückgebaut.

Folger war nach dieser Rückänderung am Sonntagnachmittag auf Anhieb gleich schnell unterwegs wie zuvor. Nach dieser guten Saisonvorbereitung blickt Folger dem ersten Rennen in knapp zwei Wochen zuversichtlich entgegen: "Das Ergebnis des Jerez-Tests macht uns alle sehr glücklich. Abgesehen vom ersten Tag, an dem es zum Teil regnete und danach die Fahrbahn nur stellenweise abtrocknete, verliefen die drei Tage für uns reibungslos."

"Technisch gab es nicht die geringsten Probleme und wir als Team arbeiten schon ausgezeichnet zusammen. Überhaupt kann man sagen, dass meine Technikcrew sehr sorgfältig ans Werk geht. All dies macht die Sache recht angenehm für mich. So kann ich mich ausschließlich auf meine Aufgaben konzentrieren", erläutert Folger und merkt an: "Schon mit Beginn der ersten Session konnte ich mich locker in den Top 7 behaupten."

Folger ist gerüstet für den Saisonstart

"Es gelang mir problemlos, meinen Rhythmus zu finden, und beinahe mit jedem Run konnte ich meine Rundenzeit Schritt für Schritt verbessern. Zum Glück spielte ab auch Samstag das Wetter mit, aber auch ansonsten war es ein sehr wertvoller Abschluss der Saisonvorbereitungen für uns. Über die Dauer des gesamten Wochenendes konnten wir viele Dinge probieren und auch aussortieren."

"So versuchten wir zum Beispiel am Sonntag, mehr Grip für hinten zu finden, indem wir mehrere Reifen durchprobierten und auch am Fahrwerk einiges änderten. Den gewünschten Effekt erzielten wir damit aber nicht. Wir hatten allerdings ausreichend Zeit, um wieder zum alten Stand zurückzukehren, mit dem ich auf Anhieb wieder so schnell war wie zuvor", berichtet der 17-Jährige.

"Jetzt freue ich mich schon auf das erste Rennen. Dieser Test hat gezeigt, dass wir unsere Hausaufgaben erledigt haben und gut vorbereitet sind. Wir können recht zuversichtlich nach Katar reisen", meint Folger und fügt abschließend hinzu: "Mein Gefühl für das Motorrad und das Team ist ausgezeichnet. Von mir aus kann die WM beginnen!"

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