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Zwei Rennen, zwei Siege: Nicolas Terol führt die WM-Wertung verdient an © Aspar

Nicolas Terol hat in Jerez einen umjubelten Heimsieg gefeiert - Der Deutsche Jonas Folger wurde nach einer starken Aufholjagd mit Platz zwei belohnt

Leichter Regen sorgte für ein abwechslungsreiches Rennen in Jerez. Bis zur letzten Runde duellierten sich die beiden Spanier Hector Faubel und Nicolas Terol um den Sieg. Schlussendlich setzte sich Letzterer durch und feierte einen umjubelten Heimsieg. Jonas Folger zeigte nach einem schwachen Start eine starke Aufholjagd, die mit Platz zwei belohnt wurde. Sandro Cortese verlor durch einen Sturz die Chance auf das Podium.

Am Start setzte sich Terol durch und bog auf Platz eins in die erste Kurve, gefolgt von Cortese. Der Deutsche wurde im Laufe der ersten Runde zurückgereicht. Am Ende des ersten Umlaufs führte Terol bereits mit einem kleinen Vorsprung. Auf den Plätzen folgten Efren Vazquez, Miguel Oliveira, Faubel und Cortese. Folger beendete die erste Runde nur auf Rang elf.

Sofort setzte sich Terol an der Spitze ab. Dahinter bildete sich eine Kampfgruppe um Faubel, Oliveira und Vazquez. Cortese versuchte die Lücke zu dem Trio zu schließen. In der fünften Runde stürzte der Portugiese Oliveira in der Zielkurve und schied aus. Nach sieben Umläufen hatte Faubel seinen Aspar-Teamkollegen Terol eingeholt. Es entbrannte ein spannendes Duell um die Führung.

In Runde acht setzte sich Cortese an die Spitze der Verfolgergruppe. Der Abstand nach vorne betrug bereits vier Sekunden. Gegen Rennhalbzeit übernahm Terol wieder die Führung und setzte sich wieder leicht ab. Cortese konnte den beiden Spaniern nicht folgen und musste sich gegen Vazquez und Johann Zarco wehren.

Cortese rutscht aus

Rundenlang kämpfte das Dreierpaket gegeneinander. Das ermöglichte Folger, der sich nach dem schlechten Start durch das Feld gekämpft hatte, den Anschluss. Vazquez verabschiedete sich sechs Runden vor dem Ziel aus dem Kampf um den letzten Podestplatz durch einen Sturz über das Vorderrad. Auch Cortese verlor die Kontrolle über seine Aprilia in der Zielkurve.

Der Deutsche konnte seine Maschine wieder aufrichten und weiterfahren. Um den dritten Platz kämpften nach den beiden Stürzen Zarco und Folger. Letzterer fuhr ein höheres Tempo und setzte sich vom Franzosen deutlich ab. Die Entscheidung um den Sieg fiel erst in der letzten Runde.

Faubel rutschte aus und fiel weit zurück. Terol fuhr nach dem Missgeschick seines Teamkollegen ungefährdet zu seinem zweiten Saisonsieg. In der WM führt der Vizeweltmeister überlegen mit dem Punktemaximum von 50 Zählern. Mit 17 Sekunden Rückstand sah Folger die Zielflagge als Zweiter und kletterte zum zweiten Mal in seiner Karriere auf das Podium.

Zarco profitierte ebenfalls von Faubels Fahrfehler und staubte den letzten Podestplatz ab. Der Brite Danny Kent überquerte die Ziellinie als Vierter vor seinem Landsmann Taylor Mackenzie. Mit 51 Sekunden Rückstand rettete Cortese schließlich noch den sechsten Platz. Jakub Kornfeil, Hiroki Ono und Vazquez komplettierten die Top 10. Faubel fiel durch seinen Sturz an die elfte Stelle zurück.

Schrötter in den Punkten

Ein starkes Rennen fuhr Marcel Schrötter. Als 13. konnte der Deutsche die ersten Punkte für das neue Mahindra-Team erobern. Weniger gut lief es für Rookie Daniel Kartheininger. Ein Sturz warf den KTM-Piloten weit zurück. Überrundet erreichte der Youngster das Ziel auf Platz 22. Wildcard-Pilot Kevin Hanus absolvierte einen Boxenstopp und wurde 24. und Letzter.

Einige Piloten fielen den rutschigen Bedingungen zum Opfer. Neben Oliveira stürzten auch Luis Salom und Danny Webb. Der Mahindra-Pilot blieb im Kiesbett liegen und wurde von den Streckenposten auf einer Trage weggetragen. Sergio Gadea beendete sein Heimrennen ebenfalls als Zuschauer. Francesco Mauriello machte ebenfalls Bekanntschaft mit dem Asphalt. Der Schweizer Giulian Pedona gab an der Box auf.

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