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Nicolas Terol hat sich in Estoril überlegen die Pole-Position geholt © Aspar

Vizeweltmeister Nicolas Terol dominiert das Qualifying in Estoril und holt sich die Pole-Position - Sandro Cortese erobert den zweiten Startplatz

Die Show von Nicolas Terol ging auch in Portugal weiter. Der Spanier fuhr in allen Freien Trainings die Bestzeit heraus und sicherte sich auch in der Qualifikation überlegen die Pole-Position. Der Spanier war fünf Minuten vor dem Ende der Einheit mit Sektorenbestzeiten unterwegs und lief im letzten Teil der Strecke auf langsamere Konkurrenten auf. Problemlos ging der Vizeweltmeister vorbei und verbesserte seine eigene Bestzeit um eine halbe Sekunde, obwohl er durch die Überholmanöver Zeit verloren hatte.

Kurz darauf verbesserte er noch einmal die Bestzeit auf 1:46.556 Minuten. Damit fuhr er komplett in seiner eigenen Liga. Sandro Cortese eroberte den zweiten Startplatz, doch der Deutsche lag bereits 0,714 Sekunden zurück. Die erste Reihe komplettierte Lokalmatador Miguel Oliveira. Alle übrigen Piloten lagen schon mehr als eine Sekunde hinter Terol.

"Platz zwei ist natürlich sehr gut, aber ich bin mit mir selbst nicht ganz zufrieden", sagt Cortese gegenüber 'Sport1'. "Ich bin etwas mit angezogener Handbremse gefahren, weil ich nicht genau wusste, wie viel Risiko ich gehen kann. In der ersten Kurve sind einige Fahrer gestürzt. Ich wollte mich nicht verletzen. Vielleicht hätte ich mit mehr Risiko noch zwei, drei Zehntel finden können."

"Es wäre aber schwierig geworden, denn Terol war schon noch ein Stück schneller. Im Trockenen ist es einfacher, denn das wäre ein richtiges Rennen in dem man kämpfen kann. Ich denke, Terol ist im Training schlagbar, aber dafür müssen wir 100 Prozent geben. Wir müssen uns zusammensetzen und schauen wo wir die sieben Zehntel verlieren. Er wird ja auch nicht langsamer und versucht noch ein paar Zehntel herauszuholen, um im Rennen vorne wegzufahren."

Hector Faubel konnte nicht das Tempo seines Aspar-Teamkollegen an der Spitze mitgehen und zog Platz vier an Land. Alberto Moncayo und Luis Salom komplettierten die zweite Startreihe. Der Deutsche Jonas Folger klassierte sich auf dem achten Rang. In seiner schnellsten Runde wurde der aktuelle WM-Zweite von Zulfahmi Khairuddin aufgehalten und ärgerte sich im Anschluss. In seinem 18. und letzten Umlauf reichte es für Folger schließlich für die dritte Reihe.

Abstimmung bei Folger nicht optimal

Neben dem 17-Jährigen werden Luis Salom auf Platz sieben und Efren Vazquez auf Rang neun in der Startaufstellung stehen. "Ich bin nicht so zufrieden, weil wir immer noch ein Problem am Kurvenausgang haben", sagt Folger bei 'Sport1'. "Ich kann dort die Linie nicht ganz halten und deshalb das Gas nicht früh genug aufmachen. Ich bin hinter Vazquez gefahren. Am Kurveneingang sind wir gleich aber dann macht er irgendetwas anders."

"Ich glaube, dass wir noch etwas finden werden. Das Motorrad war vorne etwas zu hart, weshalb ich die Linie nicht so halten konnte. Dann gibt es noch ein paar Kleinigkeiten. Ich weiß noch nicht genau, wie wir das machen, aber wir werden sicher noch etwas finden." Zuletzt in Jerez war das Qualifying auch nicht optimal, aber im Rennen kämpfte sich Folger auf Platz zwei.

Der Schweizer Giulian Pedone wurde 24 und fand sich so wie Marcel Schrötter im hinteren Teil des Feldes. Der Deutsche kämpfte sich auf seiner Mahindra auf Platz 27. Pech hatte Kevin Hanus, der in Kurve eins stürzte und nicht weiterfahren konnte. Seine Zeit hatte bis dahin nicht für die Qualifikation gereicht.

Zahlreiche Stürze

Ebenfalls nicht am Rennen teilnehmen wird Alessandro Tonucci. Im dritten Freien Training war der Italiener gestürzt und hatte sich verletzt. Die Ärzte erteilten ihm keine Freigabe. Im Qualifying gingen mehrere Fahrer zu Boden. Die meisten Stürze passierten in Kurve eins. Neben Hanus waren das auch Taylor Mackenzie, Peter Sebestyen, Danny Kent, Sergio Gadea und Hiroki Ono.

Für die vielen Unfälle in Kurve eins hat Cortese eine Erklärung parat: "Im Scheitelpunkt war es feucht. Wenn man da am Gas ist, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Sturz bei 80 Prozent", sagt der Deutsche sauf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Ich bin da nur durchgerollt und wollte kein Risiko in der Kurve eingehen, weil ich denke, dort macht man nicht soviel Zeit, wie irgendwo anders."

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