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Nicolas Terol hat ein Abonement auf den ersten Platz abgegschlossen © Aspar

Auch im zweiten Freien Training in Le Mans ist der erste Platz fest in der Hand von Nicolas Terol - Sandro Cortese kämpft mit dem Grip und reiht sich als Dritter ein

Im zweiten Freien Training in Le Mans deutete sich ein Länderzweikampf Deutschland gegen Spanien an. Zu Halbzeit lagen mit Efren Vazquez, Hector Faubel, Nicolas Terol und Maverick Vinales gleich vier Piloten von der iberischen Halbinsel an der Spitze. Sandro Cortese und Jonas Folger folgten auf den Plätzen fünf und sechs. Für Letzteren begann das Training etwas verspätet, denn seine Aprilia sprang in der Boxengasse nicht gleich an.

In den letzten Minuten gingen alle Piloten noch einmal auf Zeitenjagd. Es zeigte sich das mittlerweile gewohnte Bild. Terol fuhr Bestzeit in allen Sektoren und setzte an die Spitze. In der zweiten schnellen Runde verbesserte sich der WM-Spitzenreiter weiter und legte die Latte auf 1:43.788 Minuten. Vazquez stürzte bei seinem letzten Angriff, blieb aber mit 0,584 Sekunden Rückstand Zweiter. Terol fuhr also wieder in seiner eigenen Liga.

Cortese geriet in seiner besten Runde im letzten Sektor in Verkehr und reihte sich in der Zeitenliste auf Platz drei ein. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0,594 Sekunden. "Wir haben die Rennabstimmung noch nicht gefunden. Wir müssen das Motorrad für das Rennen abstimmen, dass es über mehrere Runden gut fährt", sagt der Deutsche bei 'Sport1'.

"Wir müssen das Motorrad so hinbekommen, dass ich mich auf der sehr schwierigen Strecke wohl fühle. Generell bringen wir nicht genug Grip aufs Hinterrad. Es fängt sehr früh an zu stempeln, also es federt einmal ein und das überträgt sich bis an den Kurvenausgang. Das fühlt man auch am Vorderrad, weshalb ich leicht vom Gas gehen muss, bis sich das Motorrad wieder sortiert. Speziell in den langsamen Kurven, wo ich hart ans Gas gehe, verliere ich deshalb die meiste Zeit. Ich möchte natürlich den Nico schnappen."

Aspar-Pilot Faubel war auf Platz vier der letzte Pilot innerhalb einer Sekunde zu Terol. Den fünften Rang belegte schlussendlich Folger. Nach den Problemen zu Beginn konnte der Deutsche ein reibungsloses Training abspulen. "Es lief um einiges besser als am Vormittag. Ich fühle mich auch besser."

"Das Motorrad funktionierte ebenfalls viel besser", zieht Folger Bilanz. "Ich hatte Glück, dass ich die letzte Runde hinter Zarco gefahren bin und seine Linie studieren konnte. Ich denke, dass wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir müssen noch Kleinigkeiten ändern, aber soweit sind wir zufrieden."

Die beiden Spanier Luis Salom und Rookie Vinales belegten die Plätze sechs und sieben. Als bester Franzose klassierte sich erwartungsgemäß Johann Zarco. Als Achter hatte der 20-Jährige einen Rückstand von 1,3 Sekunden auf die Spitze. Hinter dem Lokalmatador wurde die Lücke wieder größer. Alberto Moncayo und Adrian Martin folgten mit jeweils 1,7 Sekunden Rückstand.

Insgesamt klassierten sich sieben Piloten von der iberischen Halbinsel unter den Top 10. Alle weiteren Fahrer lagen schon zwei oder mehr Sekunden zurück. Darunter war auch der Schweizer Giulian Pedone, der sich an der 30. Stelle einreihte. Schlecht lief es für das Mahindra-Duo. Danny Webb hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Später stürzte der Brite ausgangs Kurve acht.

Teamkollege Marcel Schrötter ging eingangs Kurve acht zu Boden. Der Deutsche klassierte sich somit nur auf Platz 25. "Ich war an der Box und bin noch einmal hinausgefahren, bin aber nur eine Runde weit gekommen", schildert der zweifache IDM-Meister. "Es war eine gute Runde und ich hätte mich sicherlich verbessern können. Am Kurveneingang ist dann der Motor festgegangen. Wir müssen noch schauen, warum der Motor geklemmt hat. Ich hatte ein gutes Gefühl und war eineinhalb Sekunden schneller als in der Früh. Es wäre einiges möglich gewesen."

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