vergrößernverkleinern
Sandro Cortese haderte mit seinem Hinterreifen und wurde lediglich Siebter © Motorsport-Total.com

Sandro Corteses Reifenwahl fürs Rennen war nicht optimal, dennoch betrieb der 21-Jährige mit Rang sieben Schadensbegrenzung

Die Gewissheit, den zweiten Rang in der WM-Tabelle nicht verloren zu haben, ist für Sandro Cortese sicher ein gutes Gefühl. Weniger zufriedenstellend verlief das Rennen aus Sicht des 125er-Piloten in Le Mans. Mehr als Platz sieben war nach einem schwierigen Wochenende nicht drin.

"Beim Start bin ich gut weggekommen. Aber ich hatte schon ab der ersten Runde wenig Grip am Hinterrad", erklärt Cortese. Sein Cheftechniker Jürgen Lingg sieht in der Reifenwahl die Ursache für das durchwachsene Abschneiden: "Vielleicht hätten wir lieber einen weicheren Reifen nehmen sollen."

"Es war schon von Anfang an ein schwieriges Wochenende", erklärt Cortese gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir hatten von Anfang an Probleme mit der Haftung. Das hat sich durchs ganze Wochenende durchgezogen", analysiert der Deutsche und sieht in den kühlen Temperaturen den Grund: "Die Asphalttemperaturen haben uns starke Probleme bereitet."

Abgesehen von der mangelnden Bodenhaftung war Cortese mit der Performance seiner Aprilia zufrieden: "Der Motor ging wirklich super", erläutert der WM-Zweite, der die Leistung jedoch nicht auf die Strecke bringen konnte: "Beim Herausbeschleunigen bin ich immer etwas gerutscht und konnte daher nicht so gut mitgehen, wie gedacht."

"Glücklicherweise hat Terol nicht gewonnen", meint Cortese, der vom Sieg von Rookie Maverick Vinales profitierte: "Dadurch haben wir nicht so viele Punkte in der Meisterschaft verloren. Glück im Unglück sozusagen. Ich bin WM-Zweiter und wir müssen uns auf Barcelona konzentrieren."

"Es wäre natürlich schön, wenn man immer ganz vorn dabei sein könnte", sagte Teamchef Dirk Heidolf nach dem Rennen in Frankreich. "Aber das ist eben nicht so einfach. Wir sind noch WM-Zweiter. Jetzt warten wir ab, was in Barcelona passiert." Bis zum nächsten Rennen am ersten Juni-Wochenende hat die Crew um die deutsche 125-er-Hoffnung Zeit, sich mit den Problemen von Le Mans auseinander zu setzen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel