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Marcel Schrötter verpasste in Barcelona denkbar knapp die Punkteränge © Mahindra Racing

Mahindra-Pilot Marcelo Schrötter verpasste in Barcelona knapp die Punkteränge - Technisch konnten in Spanien wieder kleine Fortschritte gemacht werden

Für Marcel Schrötter war Runde fünf Motorrad-WM in Barcelona trotz der versäumten Gelegenheit sein Punktekonto aufbessern zu können ein positives Wochenende. Der Renntag selbst auf dem Circuit de Catalunya gestaltete sich für den Oberbayern aus Pflugdorf recht abwechslungsreich, Erst auf der Startaufstellung zum Rennen fällten Schrötter und seine Techniker vom indischen Rennstall Mahindra die Entscheidung auf Slicks zu wechseln.

Schon kurz nach dem Start erlebte der Ex-Europameister und zweifache Deutsche Champion eine Schrecksekunde, denn er musste seinem vor ihm stürzenden Teamkollegen Danny Webb ausweichen. Nachdem er sich auf die schwierigen Verhältnisse einstellen konnte, zeigte der Vollblut-Racer aber eine tolle Aufholjagd und war eindeutig auf Punktekurs unterwegs.

Leider konnte er sein Tempo ab Rennhalbzeit nicht mehr halten und musste den 15. und letzten Platz in den WM-Punkterängen quasi kampflos preisgeben. Trotzdem war er nach der Zieldurchfahrt mit dem Rennen selbst und seinem Ergebnis zufrieden. Am meisten stimmt ihn aber zuversichtlich, dass man an diesem Wochenende mit der Technik Fortschritte hinsichtlich der Standfestigkeit erzielen konnte.

"Auf der Startaufstellung haben wir lange überlegt, ob wir auf Slicks wechseln sollen. Schließlich war es aber die richtige Entscheidung, weil die Fahrbahn recht schnell abtrocknete", sagt Schrötter. "Der Start selbst ist mir gut gelungen, aber leider musste ich wegen dem Sturz von Danny in der ersten Kurve das Gas voll zudrehen. Dabei sind gleich fünf, sechs Fahrer an mir vorbei gefahren. Ich musste ihm auch ausweichen, ansonsten wäre ich auch zu Sturz gekommen."

"Nach diesem Zwischenfall war es nicht einfach den Rhythmus zu finden, weil die Bedingungen schwer einzuschätzen waren. Aber nachdem ich in Fahrt gekommen bin, konnte ich recht schnell die verlorenen Plätze wieder aufholen. Auf Platz 15 liegend habe ich mich schrittweise an die Gruppe vor mir mit Moncayo herangearbeitet. In dieser Phase hatte ich zeitweise aber auch ein Problem mit dem Getriebe in der ersten Schikane, wo es mehrmals in den Leerlauf gesprungen ist."

"Ab Halbzeit des Rennens hat dann mein Hinterreifen aber stark abgebaut und ich war eigentlich nur noch am rutschen. Der Grund dafür war, dass wir für Regen ein weicheres Federbein hinten verwenden und am Start die Zeit nicht reichte, um dies auch zu wechseln. Wegen der vielen Rutscher war es schwierig noch zulegen zu können und ich musste die Gruppe ziehen lassen."

"Schade, dass ich den 15. Platz knapp verpasst habe und keine Punkte sammeln konnte. Mit dem Rennen selbst und der Platzierung bin ich aber zufrieden. Insgesamt betrachtet war es ein positives Wochenende. Die Technik hat sich als standfest erwiesen. Das zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden."

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