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WM-Neuling Maverick Vinales hat sich in Assen die Pole-Position gesichert © Motorsport-Total.com

Rookie Maverick Vinales hat bei wechselhaften Bedingungen die Pole-Position in Assen erobert - Sandro Cortese in Reihe eins

Die Qualifikation in Assen verlief in der 125er-Klasse turbulent. Das Wetter schlug einige Kapriolen. Die 40 Minuten starteten trocken, waren anschließend verregnet und endeten wieder trocken. Das richtige Timing war gefragt. In den letzten Minuten fiel dann die Entscheidung zugunsten von Maverick Vinales. Sandro Cortese wird am Samstag von Platz drei aus der ersten Reihe starten.

Als das Training losging, trocknete die Strecke kontinuierlich ab und alle Piloten gingen auf die Strecke. Darunter war auch Nicolas Terol. Im zweiten Training in der Früh stürzte der WM-Spitzenreiter per Highsider und prellte sich dabei einen Fuß. Zudem war der kleine Finger an der rechten Hand verletzt.

In den ersten Minuten gab es zahlreiche Stürze. Sergio Gadea rutschte in der Schikane vor der Start- und Zielgerade aus, konnte sich aber in Sicherheit bringen. Wenige Momente darauf stürzte Jonas Folger und überschlug sich in der Wiese mehrmals. Gebeutelt kehrte der Deutsche an die Box zurück, stieg später aber wieder auf seine reparierte Maschine und fuhr noch einige Runden. Nach zehn Minuten fing es stark zu regnen an. Jasper Iwema hatte zu diesem Zeitpunkt die Bestzeit gefahren.

Entscheidung im letzten Moment

Das Wetter änderte sich aber ständig, denn in einem Bereich regnete es, in einem anderen schien die Sonne. Einige Piloten waren in der Zeitenliste weit zurück und versuchten sich zu verbessern. Die Strecke trocknete rasch ab und 14 Minuten vor dem Ende waren wieder Topzeiten mit Slicks möglich. Das Klassement purzelte ständig. Iwema wollte seine Pole unbedingt verteidigen, rutschte aber auf dem noch nassen Randstein in der engen Schikane vor Start- und Ziel aus und prallte auf den Asphalt.

Auch bei Terol lief es weiter nicht rund. Bei einem Angriff kurz vor Schluss zerstörte der Spanier seine Aspar-Aprilia und humpelte enttäuscht davon. Die Pole-Position sicherte sich in der Zeitenjagd Rookie Vinales in 1:44.597 Minuten. Er kennt Assen bereits aus seiner Zeit in der IDM. Johann Zarco war in den Trainings schnell unterwegs, doch als es zählte, musste sich der Franzose um 0,188 Sekunden geschlagen geben.

Cortese mischte an der Spitze mit und belegte schließlich den dritten Rang. Als es in der Hälfte des Trainings regnete, war der Deutsche so weit zurück, dass er theoretisch gar nicht qualifiziert gewesen wäre. Mit starken Runden im Trockenen sicherte sich der Racing-Team-Germany-Pilot noch eine gute Ausgangsposition in der ersten Reihe.

"Es war extrem schwierig. Ich habe in den ersten drei Runden den Kolben einfahren müssen und war dann gar nicht qualifiziert", schildert Cortese sein turbulentes Qualifying. "Ich bin dann gleich mit Regenreifen hinausgefahren und habe versucht mich zu qualifizieren. Glücklicherweise hat es abgetrocknet. Der Test letzte Woche hat wirklich etwas gebracht. Nach zuletzt schwierigen Rennen stehen wir wieder in der ersten Startreihe."

Folger trotz Sturz in Reihe drei

Die zweite Reihe ist komplett in spanischer Hand. Hector Faubel war knapp schneller als seine Landsleute Luis Salom und Efren Vazquez. Folger konnte nach seinem heftigen Sturz wieder fahren und landete auf Platz sieben. "Bereits am Vormittag bin ich gestürzt und habe mir dabei wehgetan.

"Und jetzt nach dem Sturz ist auch alles etwas verkrampft. Wenn man gleich zu Beginn stürzt ist es schwierig, gleich wieder auf Schwung zu kommen", beschreibt Folger seinen harten Tag. "Ich war dann auf dem Motorrad etwas verkrampft und hatte kein gutes Gefühl mehr. Wir können noch Kleinigkeiten verbessern. Hoffentlich läuft es morgen besser."

Terol wird in Assen nicht von weit vorne starten. Mit all seinen Problemen reichte es für Platz acht. Gadea konnte nach seinem Unfall ebenfalls wieder angreifen und komplettierte die dritte Reihe. Rookie Giulian Pedone zeigte bei den schwierigen Bedingungen sein Talent und zog mit Platz 13 sein bisher bestes Resultat an Land. Direkt hinter dem Schweizer reihte sich Mahindra-Pilot Marcel Schrötter als 14. ein. Wildcard-Pilot Luca Grünwald zog sich bei seinem ersten WM-Auftritt mit Rang 22 ebenfalls achtbar aus der Affäre.

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