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WM-Spitzenreiter Nicolas Terol wird beim Rennen in Assen nicht am Start stehen © Aspar

WM-Spitzenreiter Nicolas Terol hat sich bei seinen Stürzen am Freitag in Assen verletzt und kann nicht am Rennen teilnehmen - In Barcelona lässt sich der Spanier operieren

So schnell kann es gehen: Nicolas Terol hatte das erste Saisondrittel fast nach Belieben dominiert und musste sich nur in Le Mans Maverick Vinales geschlagen geben Zuletzt im Regen in Silverstone ging der Spanier kein Risiko ein und steuerte seine Aprilia als Achter ins Ziel. Abgesehen von diesem "schwachen" Resultat war Terol der Mann, den es zu schlagen galt. In Assen lief es aber von Beginn weg nicht rund. Am zweiten Trainingstag ging dann alles schief.

Bereits im zweiten Freien Training stürzte Terol und schlug sich dabei eine Ferse an. Der kleine Finger der rechten Hand wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Im Qualifying war der Aspar-Pilot auf einer fliegenden Runde mit schnellsten Zwischenzeiten unterwegs. Bei einem heftigen Sturz wurde die Aprilia stark beschädigt. Obwohl Terol mit hängenden Schultern die Szenerie verlassen konnte, bedeutete das das Aus.

Er verletzte sich den linken kleinen Finger erneut. Auch die Sehnen trugen einen Schaden davon. Deshalb rieten die Ärzte von einem Start ab und empfahlen ihm eine Operation in Barcelona. In der Clinica Mobile wurden die Wunden genäht. "Ich bin etwas enttäuscht. Es war ein komischer Tag", sagt Terol. "Bereits am Vormittag hatte ich einen schweren Unfall und zog mir einen kleinen Bruch an einem Finger zu."

"Ich hatte Schmerzen am Nachmittag, aber ich fühlte mich okay auf dem Motorrad. In der letzten Runde habe ich alles gegeben. Bei 220 km/h ist mir das Vorderrad beim Knick in der Gegengeraden weggerutscht. Ich bin lange über den Asphalt gerutscht. Das gehört zu unserem Job. Wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet, dann muss man seine Stärken zeigen."

"Es war eine schlimme Abschürfung an meinem Finger. Die Sehne ist ebenfalls beschädigt. Eine Operation ist die richtige Entscheidung, denn sonst würde ich viel Beweglichkeit verlieren. Die Operation vereinfacht auch die Heilung. Schade, denn niemand will mehr als ich da draußen sein und fahren. Es ist aber richtig, dass ich jetzt nach Barcelona reise und mich operieren lasse."

Die OP erfolgte am Samstagmorgen um 8 Uhr. Fest steht: Auch sein Start in Mugello ist nun fraglich.

Vier von sechs Rennen hat Terol in dieser Saison gewonnen. In der WM führt er 35 Punkte vor Folger. Bereits im Vorjahr musste der Spanier ein Rennen aufgrund einer Verletzung auslassen. Am Jahresende fehlten 14 Punkte auf den WM-Titel, den schließlich Marc Marquez gewann.

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