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Der Franzose Johann Zarco hat in Mugello seine erste Pole-Position erobert © Motorsport-Total.com

Johann Zarco hat im Wetterpoker in Mugello seine erste Pole-Position erobert - Sandro Cortese in Reihe zwei, während auf Jonas Folger eine Aufholjagd wartet

Zu Beginn der Qualifikation der Achtelliterklasse verdunkelte sich der italienische Himmel über Mugello und es fielen vereinzelt Regentropfen. In den ersten Minuten war es aber noch trocken und alle Piloten setzten mit Slicks ihre Zeiten. Nach den ersten Runden bogen die meisten Piloten and die Box ab. Johann Zarco blieb allerdings auf der Strecke und setzte die schnellste Zeit in 1:58.988 Minuten. Damit war der Franzose um 1,632 Sekunden schneller als Luis Salom.

Sandro Cortese fuhr noch einmal hinaus, doch er brach seine Runde ab. Nicolas Terol war über vier Sekunden langsamer. Der Regen war stärker geworden und die Zeiten konnte nicht weiter verbessert werden. Zarco hatte perfekt gepokert und sich seine erste Pole-Position gesichert. Hinter Salom komplettierte Sergio Gadea die erste Startreihe.

"Ich hatte Glück. Es gab zwar Regentropfen auf dem Visier, aber die Strecke war noch trocken", beschreibt Zarco seine Runde. "Ich habe den Windschatten einiger Konkurrenten auf der Start- und Zielgeraden genutzt. Am Ende konnte ich es selbst gar nicht glauben. Ich will auf das Podium. In Mugello sind die Rennen immer sehr eng. Terol ist sicher der Mann, den es zu schlagen gilt."

In der zweiten Reihe waren einige Favoriten zu finden. Efren Vazquez belegte den vierten Platz, knapp vor Terol und Cortese. Sowohl der Spanier als auch der Deutsche waren zum falschen Zeitpunkt auf der Strecke. In diesem Wetterpoker ist die zweite Reihe aber immer noch eine gute Ausgangsposition für das Rennen.

"Es ist unglaublich. Ich habe gedacht, dass wir diesmal schönes Wetter haben. Ich bin noch mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Cortese zu 'Sport1'. "Platz sechs entspricht zwar nicht meinen Vorstellungen, aber von dort können wir immer noch ein gutes Rennen fahren. Andere Piloten müssen von weit hinten starten. Es ist schade, weil ich mich auf ein trockenes Qualifying gefreut habe. Wenn wir wieder einen guten Start hinlegen, dann sind wir wieder vorne dabei. Das Ergebnis ist völlig in Ordnung. Hoffentlich ist das Rennen trocken."

Maverick Vinales qualifizierte sich auf Platz sieben, gefolgt von seinen spanischen Landsleuten Hector Faubel und Adrian Martin. Marcel Schrötter nutzte die wechselhaften Bedingungen und eroberte den 13. Startplatz mit seiner Mahindra. Es war das beste Qualifikationsergebnis in dieser Saison. Sein Teamkollege Danny Webb war einen Hauch schneller und wird am Sonntag von Position zwölf ins Rennen gehen. Der Schweizer Giulian Pedone landete am Ende des Feldes auf Rang 32.

Pech hatte Jonas Folger, der in den ersten trockenen Minuten seine Kolben einfahren musste. Deshalb konnte der Deutsche nicht voll angreifen. Als es dann zu regnen begann, war keine Zeitverbesserung möglich. Von Startplatz 21 wartet viel Arbeit am Renntag. "Wir sind sehr weit hinten. Ich kann jetzt nichts machen, aber es ärgert mich schon. Ich hoffe, dass ich einen guten Start habe und dann noch in die Top 6 fahren kann."

Der Regen wurde stärker, obwohl es an manchen Passagen bereits leicht auftrocknete. Einige Piloten drehten zwar noch ein paar Runden, doch an der Zeitenliste änderte sich nichts.

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