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Am Freitag war Jonas Folger rund ein Zehntel langsamer als Sandro Cortese © Motorsport-Total.com

Jonas Folger tut sich am ersten Trainingstag auf dem Sachsenring noch etwas schwer, kommt aber am Nachmittag in die Gänge: Platz acht am Freitag

Jonas Folger spürt den Druck. Der 17 Jahre alte Aprilia-Pilot steht bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring unter besonderer Beobachtung. "Beim Heim-Grand-Prix ist man schon etwas aufgeregter als sonst", gibt Folger zu. "Aber man darf sich auch nicht zu viel Druck machen, sondern muss versuchen, das Rennwochenende wie jedes andere anzugehen. Denn wenn man mit zu viel Stress aus der Box fährt, droht man zu verkrampfen."

Sobald sich Folger hinter seiner Box im Fahrerlager blicken lässt, wird er von zahlreichen Fans umringt - Autogramme schreiben, für Fotos posieren. "Das ist in der Form nur auf dem Sachsenring so", gibt der Ajo-Pilot zu. "Man muss sich seine Zeit deshalb gut einteilen und sich nach dem Training extra die Zeit dafür nehmen. Dann geht es auch."

Der erste Trainingstag auf der winkeligen Berg-und-Tal-Bahn im Erzgebirge lief für Folger nicht perfekt. Nach Platz 13 im ersten Freien Training, steigerte er sich am Nachmittag auf Platz acht (1:29.187 Minuten). Damit war Folger hinter Sandro Cortese (5./1:29.074) und Marcel Schrötter (6./1:29.136) der drittbeste deutsche Fahrer.

"Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren ist es mir bis jetzt gelungen, ziemlich locker an die Sache heranzugehen", findet Folger, der am Vormittag darüber klagte, dass das Vorderrad seiner Aprilia zum Einknicken neigte. "Heute hatte ich noch ein paar Probleme mit dem Setting, wodurch wir im ersten Freien Training etwas Zeit verloren haben. Es passierte immer wieder, dass das Vorderrad einklappen wollte."

"Aber meine Mechaniker haben bis zum zweiten Training die Fahrwerksgeometrie geändert, indem wir mit der Front tiefer gegangen sind. Das war wirklich ein gelungener Schachzug. Im zweiten Freien Training lief es dann schon viel besser, auch wenn wir noch kleinere Probleme mit dem Motor hatten."

"Die Situation war irgendwie ganz eigenartig, denn in den Kurven hatte ich meine Vorderleute auf der Strecke im Griff, aber auf den Geraden hatte ich keine Chance zum Überholen. Die Schwierigkeiten sind aber nicht besorgniserregend. Sonst hat eigentlich alles gepasst."

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