vergrößernverkleinern
Hector Faubel hat auf dem Sachsenring seinen ersten Saisonieg gefeiert © Aspar

Im 125er-Rennen auf dem Sachsenring ging es extrem eng zu - Hector Faubel bekam statt Johann Zarco aufgrund der schnelleren Rennrunde den Sieg zugesprochen

Das 125er-Rennen entwickelte sich zu einem engen Kampf mehrerer Piloten. Am Ende musste das Zielfoto über den Sieg entscheiden. Hector Faubel und Johann Zarco überquerten die Ziellinie Kopf-an-Kopf. Die Rennleitung nahm die schnellsten Rennrunden der beiden Piloten als Grundlage für die Entscheidung. Schließlich wurde Faubel der Sieg zugesprochen. Bester Deutscher wurde Jonas Folger als Siebter.

Sergio Gadea bog nach dem Start als Führender in die erste Kurve ein, gefolgt von Zarco. Pole-Setter Maverick Vinales kam von der Line gar nicht gut weg. Einen perfekten Start hatte Sandro Cortese, der die erste Runde von Startplatz 15 kommend als Siebter beendete. Folger beendete den ersten Umlauf als Neunter. Marcel Schrötter fiel dagegen auf Platz 27 zurück. Bereits in der zweiten Runde war das Rennen für Miguel Oliveira durch einen Sturz vorbei. Auch Wildcard-Starter Jack Miller gab früh an den Boxen auf. Joan Perello musste eine Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart absolvieren.

Die Top 10 lagen in den ersten Runden dicht beisammen. Die Zuschauer auf den Tribünen wurden von zahlreichen Überholmanövern unterhalten. Auch Cortese und Folger mischten am Ende der großen Führungsgruppe mit. An die Spitze setzte sich nach zehn Runden Nicolas Terol, gefolgt von Gadea, Efren Vazquez, Zarco und Vinales. 15 Runden vor Schluss musste Cortese abreißen lassen und kämpfte um Platz sieben herum. Auch Folger hielt den Anschluss nicht und war in der Verfolgergruppe mit seinem Landsmann.

Bei Halbzeit bestand die Führungsgruppe aus sechs Fahrern. Gadea führte vor Terol, Vinales, Vazquez, Zarco und Faubel. Kein Deutscher war im Kampf um die Podestplätze dabei. Zwölf Runden vor Schluss übernahm Vinales erstmals nach seinem schlechten Start die Führung. Vazquez verabschiedete sich aus der Spitzengruppe nach einem Verbremser und einem kurzen Ausflug ins Kiesbett. Wenige Runde später stürzte der Spanier in Kurve sechs. Fortan lag ein Quintett ganz vorne. Folger und Cortese duellierten sich um den siebten Platz.

Spannendes Finale

Die Entscheidung fiel in der letzten Runde. Vinales, Faubel und Zarco konnten sich leicht absetzen und machten das Podest unter sich aus. WM-Spitzenreiter Terol mischte nicht ganz vorne mit. Zwei Runden vor Schluss wurde Wildcard-Pilot Felix Forstenhäusler überrundet und machte dabei brav Platz. Faubel quetschte sich im letzten Umlauf an Vinales vorbei. Zarco überholte ebenfalls den Youngster.

Es gab schließlich ein Fotofinish. Zarco beschleunigte perfekt aus der letzten Kurve heraus und fing Faubel noch um eine Tausendstelsekunde auf der Ziellinie ab. Der Zielleinlauf wurde aber lange von der Rennleitung begutachtet. Schließlich wurde entschieden, dass Zarco und Faubel beide gleichzeitig über die Linie kamen und das Rennen unentschieden gewertet wurde. Zur Ermittlung des Sieges wurden die schnellsten Rundenzeiten herangezogen.

Faubel hatte eine schnellere beste Rundenzeit und bekam deshalb den Sieg zugesprochen. Zum zweiten Mal verlor Zarco seinen ersten Grand-Prix-Sieg auf dem grünen Tisch. Vinales komplettierte das Podium als Dritter. WM-Spitzenreiter Terol spielte am Ende keine Rolle mehr und kam 1,7 Sekunden dahinter als Vierter ins Ziel. Der Spanier führt weiterhin die WM 32 Punkte vor Zarco an. Salom und Gadea sahen die karierte Flagge als Fünfter und Sechster.

Bester Deutscher wurde schließlich Folger auf Platz sieben, der sich gegen Cortese im Finish durchsetzte. Folgers Teamkollege Danny Kent und Niklas Ajo komplettierten die Top 10. Aspar-Pilot Adrian Martin und Harry Stafford kollidierten noch in der letzten Runde und kamen nicht mehr über die Linie.

Ein starkes Rennen fuhr Toni Finsterbusch, der mit seiner Freudenberg-KTM auf Platz zwölf in die Punkte fuhr. Damit war der junge Deutsche auch bester Wildcard-Pilot. Sein Teamkollege Luca Grünwald schied vorzeitig aus. Auch Marvin Fritz beendete das Rennen vorzeitig. Forstenhäusler wurde schließlich 27. und Letzter. Mahindra-Pilot Schrötter kämpfte sich nach seinem verpatzten Start noch auf Rang 16. Die 125er-Klasse geht nun auf Sommerpause, weil sie nicht in Laguna Seca fährt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel