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Sandro Cortese konnte erstmals alle seiner 125er-WM-Rivalen hinter sich lassen © Fritz Glänzel/racepixs.de

Debütsieg in Tschechien: Sandro Cortese rang Johann Zarco spektakulär nieder und freut sich über seinen ersten Rennerfolg in der 125er-Motorrad-WM

Ein spannendes Duell fand aus deutscher Sicht ein positives Ende: Sandro Cortese setzte sich beim 125er-Rennen von Tschechien spektakulär gegen Johann Zarco durch und siegte mit knappen 0,397 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen. Für Cortese bedeutet dieser Triumph die Rückkehr auf das Treppchen und - viel wichtiger - seinen ersten Karrieresieg in der 125er-Motorrad-Weltmeisterschaft.

Entsprechend zufrieden zeigt sich der junge Deutsche und jubelt: "Ich kann es kaum glauben! Ich denke, ich muss das erst einmal ein paar Minuten lang sacken lassen. Es ist einfach unglaublich, jetzt auf dem Siegerpodest zu stehen und sogar gewonnen zu haben. Ich freue mich so sehr", sprudelt es aus dem Aprilia-Fahrer heraus. Cortese ist dankbar für diesen positiven Fingerzeig in Tschechien.

"Wir hatten viele schwierige Rennen, wie zum Beispiel am Sachsenring und in Mugello. Ich verlor das gute Gefühl, das ich noch zu Saisonbeginn gehabt hatte", meint der Deutsche und fügt hinzu: "Hier wollte ich einfach zurück auf das Treppchen und einen guten Start in die zweite Hälfte des Rennjahres erwischen." Dies gelang zweifelsohne - und auch Teamchef Dirk Heidolf ist hochzufrieden damit.

"Ein unglaubliches Rennen", findet der ehemalige Motorrad-Rennfahrer. "Sandro fuhr sehr clever und abwartend. Wir freuen uns so sehr! Vor diesem Rennen hatten wir eine richtig schwierige Zeit. Jetzt kommen wir zurück. Für uns alle wird ein Traum wahr. Vielen Dank an alle", sagt Heidolf. Er könne sich gut vorstellen, dass sich bald noch weitere Erfolge einstellen, zeigt sich aber zurückhaltend.

"Wir nehmen es Rennen für Rennen. Natürlich wollen wir weiter vorne mit dabei sein. Ich hoffe auf jeden Fall darauf, dass das nicht unser letzter Podestplatz in diesem Jahr war", meint Heidolf. Etwas zerknirscht gibt sich - verständlicherweise - Zarco, der das Rennen lange angeführt hatte: "Ich dachte eigentlich, ich könnte Cortese schlagen, doch in den letzten Kurven kämpfte er wirklich hart."

"Im ersten Augenblick war ich ein bisschen wütend, doch dann feierte ich mit meinem Fanklub auf den Tribünen. Wir müssen zufrieden sein", sagt der Derbi-Fahrer. "Platz zwei ist okay, denn Terol punktete nicht. So einfach ist es. Jetzt schauen wir nach vorne." Auch der Drittplatzierte, Alberto Moncayo, kann sich mit seinem Abschneiden in Brünn gut arrangieren: "Es war ein unglaubliches Rennen."

"Es ist etwas Besonderes, erstmals auf dem Podest zu stehen", meint der Aprilia-Pilot aus Spanien. "Vielen Dank an die Menschen, die mir immer zur Seite stehen und mich unterstützen: meine Familie, meine Freundin und ihre Familie. Schritt für Schritt verbessern wir uns. Anfangs hatten wir noch einige Probleme, doch jetzt geht es voran", gibt Moncayo zu Protokoll. "Das wollen wir jetzt genießen."

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