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Stefan Bradl wechselt in der kommenden Saison in die Königsklasse MotoGP © dpa Picture Alliance

Trotz der Aufholjagd beginnt bei Bradl das Zittern um die WM-Führung. Die Leistung in Indianapolis macht ihn aber "stolz".

München - Nach der Schadensbegrenzung sah Stefan Bradl zunächst das Positive.

"Das war das absolute Maximum, es ging kein Zehntel mehr. Deswegen bin ich sehr stolz auf mich", sagte der 21-Jährige nach dem elften von 17 Rennen der Motorrad-WM bei SPORT1.

Bradl war beim Großen Preis der USA in Indianapolis in der Moto2-Klasse zwar vom 22. Startplatz auf den sechsten Rang vorgefahren. Doch durch den Sieg seines schärfsten Verfolgers Marc Marquez hat für den WM-Führenden Bradl im Kampf um den Titel das große Zittern begonnen.

"Der Abstand ist jetzt natürlich kleiner geworden", sagte Bradl, der inzwischen seit fünf Rennen auf seinen fünften Saisonsieg wartet. Den fuhr der Spanier Marquez ein, der den Abstand zu Bradl in der WM-Wertung auf 28 Punkte verkürzte (DATENCENTER: WM-Stand Moto2).

Bradl zeigte sich trotzdem optimistisch: "Ich war teilweise der schnellste Mann auf der Strecke. Das war heute eine gute Leistung von mir."

"Zu spät reagiert"

Bradl zeigte am Sonntag Kampfgeist. Nach seinem Unfall im freien Training ("Der Crash war nicht ohne") und dem verpatzten Qualifying könne er zufrieden sein, dass es so glimpflich abgelaufen sei.

"Ich habe gezeigt, dass ich kämpfen kann", sagte Bradl, der sich seine Konkurrenten Runde um Runde zurechtlegte und einen nach dem anderen überholte. Ohne Kritik ging es dann aber auch bei Optimist Bradl nicht: "Wir haben zu spät reagiert, was Veränderungen am Motorrad angeht. Aber daraus haben wir gelernt." (Nächster Gran Prix: Training zum GP von San Marino Freitag bis Sonntag ab 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

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Aufholjagd von Cortese

Gelernt hatte am Wochenende auch Sandro Cortese. Der 21-Jährige, der vor zwei Wochen seinen ersten Sieg in der Motorrad-WM überhaupt eingefahren hatte, absolvierte das Rennen in der 125ccm-Klasse als einziger Fahrer auf harten Reifen. "Ich hatte das ganze Wochenende Probleme mit den weichen Reifen", erklärte Cortese.

Cortese wurde zunächst von Startplatz zwei bis auf Rang sieben durchgereicht, schloss seine Aufholjagd aber mit Platz drei erfolgreich ab.

"Ich wollte nicht komplett den Anschluss verlieren. Ich wusste, dass ich dann am Schluss noch richtig angreifen kann", sagte Cortese.

Nach dem erneuten Podiumsplatz belegt Cortese in der WM-Wertung mit 147 Punkten weiter Rang vier. "Es war wichtig, dass ich zeigen kann, dass ich ganz nach vorne gehöre."

Stoner: "Fast schon langweilig"

Dort dreht derzeit Casey Stoner in der MotoGP-Klasse einsam seine Runden. Der Australier dominierte die Konkurrenz auch in den USA nach Belieben und fuhr den siebten Saisonsieg vor Dani Pedrosa und Ben Spies ein.

"Die letzten zehn Runden wurde es fast schon langweilig", sagte Stoner, der in der Gesamtwertung mit 243 Punkten weit vor dem spanischen Titelverteidiger Jorge Lorenzo (199) liegt.

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