vergrößernverkleinern
Sandro Cortese war es vor allem wichtig, vor Maverick Vinales zu starten © Motorsport-Total.com

Sandro Cortese rettet sich im Qualifying von Valencia auf abtrocknender Strecke mit Regenreifen in die dritte Startreihe

Die Qualifikation zum Grand Prix von Valencia in der 125er-Klasse geriet am Samstagnachmittag zu einem Reifenpoker. Auf abtrocknender Piste setzte ein Großteil des Teilnehmerfeldes auf Regenreifen, darunter auch Sandro Cortese. Doch in den letzten Minuten des Trainings wären Slicks die bessere Wahl gewesen. Während Danny Webb auf der Mahindra überraschend auf die Pole-Position fuhr, quälte sich Cortese auf abgefahrenen Regenreifen auf Startplatz sieben (1:48.731 Minuten).

Der Aprilia-Pilot hatte sich nach seinen Bestzeiten in den Freien Trainings mehr erhofft. "Mir war es eigentlich egal, ob es heute trocken oder nass ist", sagte Cortese gegenüber 'Sport1'. "Aber bei solchen Bedingungen, mit diesem Nieselregen, hat man nicht gesehen, an welcher Stelle man jetzt im Regen fährt oder im Trockenen - speziell am Schluss. Ich bin relativ früh mit neuen Regenreifen raus und habe gedacht: 'Okay, es bleibt so.' Aber dann hat es wirklich extrem schnell abgetrocknet."

"Webb und Rossi, die wirklich nichts zu verlieren haben, haben Slicks aufgezogen und das Training dann am Schluss für sich entschieden", fuhr Cortese fort. "Es ist aber noch nichts verloren von Platz sieben. Vinales und Terol sind hinter mir, also habe ich nicht ganz so viel falsch gemacht. Es war einfach extrem schwierig, mit den kaputten Regenreifen schnell zu fahren. Aber für morgen ist alles drin."

Während des Qualifying hatte auch Cortese überlegt, auf Slicks zu wechseln. "Ich war mir nicht sicher. Beim Fahren habe ich mir schon überlegt, ob ich jetzt in die Box komme und mir Slicks hole. Aber man weiß es bei solchen Bedingungen halt nicht. Wenn der Asphalt ganz feucht ist, sieht man nicht, ob man jetzt doch mit Slicks rausfahren kann. Es hätte ja auch in die Hose gehen können und dann steht man auf Platz 20."

Corteses großes Ziel für Sonntag ist es, seinen dritten Platz in der Gesamtwertung gegenüber Maverick Vinales zu verteidigen. "Ich denke, das war jetzt Schadensbegrenzung. Aus der dritten Startreihe kann man immer noch ein sehr, sehr gutes Rennen fahren. Wichtig ist, dass der Vinales hinter mir ist", meinte der RTG-Pilot. Vinales startet am Sonntag von Platz acht.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel