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Der 16-jährige Maverick Vinales hat in seiner Debüt-Saison vier Siege gefeiert © Motorsport-Total.com

Maverick Vinales hat in Valencia das letzte Zweitakt-Rennen der Geschichte gewonnen - Der Spanier Nicolas Terol ist der neue Weltmeister

Seit 1949 war die Achtelliterklasse Teil der Motorrad-Weltmeisterschaft. Diese Ära und die Zweitakt-Ära ist mit dem Grand Prix in Valencia zu Ende gegangen. Als letzter Sieger hat sich Maverick Vinales in die Geschichtsbücher eingetragen. Der 16-Jährige führte vor heimischer Kulisse einen spanischen Vierfachsieg an. Da Sandro Cortese stürzte und ausschied, beendete Vinales seine Debüt-Saison als WM-Dritter. Die Entscheidung im WM-Kampf fiel früh. Johann Zarco stürzte in der Anfangsphase und schied aus. Nicolas Terol feierte seinen WM-Titel mit dem zweiten Platz.

Mahindra-Pilot Danny Webb setzte seine Pole-Position perfekt um und ging beim Start vor Vinales und Alexis Masbou in Führung. Als sich das Feld nach den ersten Kurven sortiert hatte, schien Zarco auf Platz sieben und Terol als Zehnter auf. Webb beendete die erste Runde auch an der Spitze, während sich Jonas Folger hinter Hector Faubel bereits auf Rang drei nach vorne gearbeitet hatte. Die Mahindra-Führung hielt aber nicht lange, denn Terols-Teamkollege Faubel übernahm in Runde zwei die Spitze.

Auf einer Aufholjagd befand sich Cortese, der unter anderem Zarco und Vinales überholte und sich nach drei Runden auf Rang drei nach vorne gearbeitet hatte. Kurz darauf fiel die WM-Entscheidung. Zarco stürzte und konnte nicht mehr weiterfahren. Damit war Terol automatisch Weltmeister. Ein bitteres Saisonende für den Franzosen, denn er hat alle bisherigen Rennen in diesem Jahr in den Top 6 beendet.

Zarco stürzt und scheidet aus

Da die WM-Entscheidung früh gefallen war, ging es in den restlichen 21 Runden nur noch um den letzten Sieg einer geschichtsträchtigen Ära. Nach vier gefahrenen Runden lautete die Reihenfolge an der Spitze: Faubel, Cortese, Folger und Vinales. Faubel hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits um eine Sekunde vom Deutschen-Duo abgesetzt. Er konnte in der Anfangsphase seinen Vorsprung vergrößern, weil sich Cortese und Vinales ein enges Duell lieferten.

Gegen Halbzeit des Rennens fing es leicht zu tröpfeln an. Das wurde Cortese in Runde zwölf zum Verhängnis. In Kurve vier rutschte der Deutsche aus und musste aufgeben. Damit war der Dritte WM-Endrang dahin. Auch Pole-Setter Webb stürzte in der gleichen Runde. Bis dahin war der Brite bis auf Rang 13 zurückgereicht worden.

An der Spitze entwickelte sich ein spanischer Dreikampf um den Sieg. Vinales kämpfte gegen die beiden Aspar-Piloten Faubel und Terol. Die Fans auf den Tribünen sahen einen unterhaltsamen Dreikampf ihrer Lokalmatadoren. Elf Runden vor dem Ziel setzte sich erstmals der neue Weltmeister in Führung. Nach verhaltener Anfangsphase wusste Terol, dass er nichts mehr zu verlieren hatte und fuhr dementsprechend befreit auf.

Spanischer Vierfachsieg

In den letzten Runden standen einige Überrundungen an, darunter auch jene von Wildcard-Pilot Kevin Hanus. Die Überholmanöver rissen die Top 3 etwas auseinander. An der Box feuerte Paris Hilton Vinales an, der vier Umläufe vor dem Ziel an der Spitze lag. Im Zuge der Überrundungen konnte sich der Youngster leicht absetzen. Das war auch die Entscheidung. Der 16-Jährige krönte seine Debüt-Saison mit seinem vierten Saisonsieg.

Auf den Tribünen schwenkten seine Fans Fahnen mit der Startnummer 25. Da Cortese ausgeschieden war, beendete Vinales die Saison als WM-Dritter. In den letzten Runden setzte sich Terol gegen seinen Teamkollegen Faubel durch und wurde Zweiter. Mit Platz zwei beendete Terol seine Weltmeisterschaft mit Stil. Insgesamt acht Rennen hat der 23-Jährige auf dem Weg zum WM-Titel gewonnen.

Die spanischen Festspiele komplettierte Efren Vazquez als Vierter. Folger kam als Fünfter ins Ziel und beendete eine Saison mit Höhen und Tiefen mit einem positiven Resultat. Mit Alberto Moncayo und Luis Salom folgten zwei weitere Spanier auf den Plätzen sechs und sieben. In der letzten Kurve war Salom noch mit Adrian Martin kollidiert. Während es Salom noch über die Linie schaffte, war Martin draußen.

Niklas Ajo und Luigi Morciano komplettierten die Top 10. Marcel Schrötter holte für Mahindra als Zwölfter erneut WM-Punkte. Der Schweizer Giulian Pedone kam als 15. über die Linie und sammelte seinen ersten Zähler. Damit ist die Geschichte der 125er-Klasse mit einem spanischen Vierfachsieg und mit Terol als Weltmeister zu Ende gegangen. Im kommenden Jahr ersetzt die Moto3 die Achtelliterklasse.

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