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Sandro Cortese konnte sich lange Zeit vor Maverick Vinales und Jonas Folger halten © F. Glänzel

Sandro Cortese beendet die Saison 2011 in Valencia mit einem Sturz - Der dritte WM-Platz geht stattdessen an Rennsieger Maverick Vinales

Für Sandro Cortese ist die Saison 2011 mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Der 21-Jährige schied beim Grand Prix von Valencia nach einem Sturz aus. Bis zu seinem Unfall lag Cortese auf Platz drei - vor dem späteren Rennsieger Maverick Vinales. Der 16 Jahre alte Spanier verdrängte dadurch auch Cortese noch vom dritten Rang in der Gesamtwertung.

"Ich habe mich schon extrem geärgert", gab Cortese anschließend zu. "Den einzigen Nuller im letzten Rennen zu schreiben und dann Platz drei zu verlieren, das ist natürlich ärgerlich. Trotzdem ein großes Dankeschön ans Team, an die Teamleitung und an meine Mechaniker, die großartige Arbeit dieses Jahr geleistet haben. Natürlich war es eine super Saison mit zwei Siegen und vielen guten Rennen. Ich habe es versucht, aber Vinales war extrem stark und ich weiß nicht, ob ich ihn heute hätte besiegen können."

Cheftechniker Jürgen Lingg wollte seinem Piloten keinen Vorwurf machen. "Leider hat es nicht mit Platz drei geklappt, aber so ist halt der Rennsport", meinte Lingg. Sandro ist ein starkes Rennen gefahren. Zu dem Zeitpunkt war er der einzige Fahrer, der Vinales folgen konnte. Wir haben vielleicht einen zu weichen Vorderreifen gewählt, weil wir eigentlich nicht damit gerechnet haben, dass es so schnell abtrocknet.

"Allein schon aus dem Grund wäre es schwer geworden, Vinales heute zu schlagen", sagte Lingg. "Aber es war für mich die erste Saison überhaupt ohne technischen Ausfall. Das allein spricht schon für die gute Teamarbeit. Und auch für Sandro war es mit Abstand die beste Saison, die er je gefahren ist. Daher können wir sehr zufrieden sein."

Teamchef Dirk Heidolf zog trotz des Ausfalls im letzten Rennen der Saison ein versöhnliches Fazit. "Natürlich ist es schade, dass wir nicht Gesamt-Dritter geworden sind", gab Heidolf zu. "Aber rein von der Performance her, dürfen wir nicht zu sehr enttäuscht sein. Man hat gesehen, dass Sandro wieder um den Sieg mitkämpfen konnte. Trübsal blasen ist jetzt nicht angesagt. Wir hatten die erfolgreichste Saison in unserem jungen Team."

"Wir können stolz nach vorn blicken und auch nach hinten, denn es war eine geile Saison", fuhr der Teamchef fort. "Es hat viel Spaß gemacht, wir sind durch alle Höhen und alle Tiefen gegangen. Daher ein ganz großes Lob und Dankeschön an Sandro und an die gesamte Mechaniker-Crew, dass alles so perfekt geklappt hat und alles so reibungslos gelaufen ist."

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