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Nicolas Terol machte beim Saisonfinale in Valencia den WM-Sack endgültig zu © Motorsport-Total.com

Bei den 125ern war es bis zum letzten Rennen spannend - Nicolas Terol sichert sich den letzten Zweitakttitel: "Ich bin der glücklichste Mann der Welt"

Mit acht Siegen war Nicolas Terol der dominante Mann in der letzten 125er-WM-Saison der Geschichte. In den ersten fünf Rennen war er vier Mal siegreich und machte der Konkurrenz klar, dass der Titel nur über ihn geht. Mitte der Saison erlebte der Spanier mit der Verletzung in Assen und dem technischen Defekt in Brünn zwei Tiefpunkte, die seinen Gegnern wieder Mut machten. Besonders Johann Zarco, der zwar nur einen Saisonsieg holen konnte, aber bis zum Rennen in Valencia nie schlechter als Sechster war, hatte bis zuletzt Chancen auf den Titel.

Beim Showdown patzte der Franzose aber und schrieb seinen ersten Nuller der Saison. Damit stand Terol als Weltmeister fest. "Als ich sah, dass Zarco raus war, habe ich das Rennen mehr genossen. Mir gingen viele positive Gedanken durch den Kopf", schildert er. "Ich bin der glücklichste Mann der Welt. Es ist schwierig zu begreifen, dass wir nun den Titel gewonnen haben. Ich musste über viele Jahre sehr hart arbeiten, um aus diesem Traum Wirklichkeit zu machen. Jetzt, wo wir es geschafft haben, befinde ich mich auf Wolke Sieben."

"Das Wochenende zählte zu den schwierigsten, weil der Faktor Regen immer zu beachten war. Am Ende verlief das Rennen gut und es war relativ einfach", erklärt Terol, der von Startplatz neun ins Rennen gehen musst. "Das Qualifiying war außergewöhnlich. An der Spitze des Feldes gab es zum Start einige aufgeregte Piloten. Ich befürchtete zu dem Zeitpunkt einen Unfall und war mir nicht sicher, ob ich Druck machen soll oder nicht."

Am Ende stand der neue Weltmeister auf dem Podium, verpasste den Sieg aber um etwas mehr als drei Sekunden. "Ich wollte gewinnen, aber wir haben die weichen Reifen benutzt, die am Ende sehr abgenutzt waren." Der letzte Sieger eines Zweitaktrennens in der Motorrad-WM war damit Maverick Vinales.

"Der Titel gehört nun uns. Ich glaube, dass wir ihn durch das Pech in Assen und Brünn mehr als alle anderen verdienen", bemerkt Terol. "Es war eine Ehre, den Titel vor meinen heimischen Fans auf der Strecke zu holen, auf der ich als Fahrer aufgewachsen bin." Nach der Entscheidung um den Titel merkte man ihm die Erleichterung deutlich an.

"Das war das Jahr, in dem ich am wenigsten schlafen konnte. Es war schwierig, von Samstag zu Sonntag zu schlafen. Die Nerven haben bei einigen vergangenen Rennen eine Rolle gespielt, aber die Siege von Indianapolis, Misano und Aragon haben meine Moral vorangetrieben und mich erinnert, dass in dieser Klasse führend sein kann", erläutert Terol. "Ich widme diesen Titel meiner Familie, meinem Manager, meinen Fans und natürlich meinem Team - besonders Jorge, weil er mir die Chance gegeben hat, für ihn zu fahren."

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