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Suzuki-Teamchef Paul Denning darf auch für 2010 einen Rookie verpflichten © Suzuki

Wenn zur kommenden Saison die neue Rookie-Regel in der MotoGP eingeführt wird, erhält Suzuki einen Sonderstatus: Keine eigene Talentschmiede

Damit die Satelliten-Teams ab 2010 aufgewertet und abgesichert werden, führt man ab dem kommenden Jahr eine neue Rookie-Regel in der MotoGP ein. Diese Regel besagt, dass Werksteams keine Neulinge auf ihre Maschinen setzen dürfen. Viel versprechende Talente werden daher mindestens ein Lehrjahr in einem der Satelliten-Teams absolvieren müssen.

Das Modell hatte sich am Beispiel von Andrea Dovizioso bewährt. Der Italiener fuhr eine Saison lang mit Scot, bevor er zur neuen Saison ins Werksteam aufstieg. Die Hersteller werden somit indirekt gezwungen, neue Talente für ein Jahr in einer Nachwuchsmannschaft zu parken. Schon jetzt gilt Pramac als offizielle Talentschmiede von Ducati, Honda hat gleich mehrere Optionen und Yamaha hat in Tech 3 ein Nachwuchsteam, wo wohl 2010 Ben Spies in die Lehre gehen wird.

Einzig Suzuki hat bislang kein Satelliten-Team. Das wird sich wohl auch kaum ändern. Daher erhält das Team von Paul Denning eine Ausnahmegenehmigung wenn es um die Verpflichtung von Rookies geht. "Wenn du als Werk eine Satelliten-Mannschaft hast, dann kannst du ein Talent an deine Marke binden und die Karriereplanung bleibt in deinen Händen", so Denning gegenüber 'Motor Cycle News'.

"Wir können so etwas einfach nicht leisten. Wenn zum Beispiel Loris am Ende der Saison aufhören möchte, oder Chris ein Angebot von einem anderen Rennstall annimmt, dann könnten wir nur jemanden verpflichten, der schon in der MotoGP ist. Das ist mir ganz klar zu restriktiv", erklärte der Suzuki-Teamchef. Die Haltung von Denning und die Ausnahmeregelung ist nachvollziehbar, denn für Suzuki würden bei einer Verpflichtung nicht gerade die Rosinen des Fahrerkuchens übrig bleiben.

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