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Bradley Smith feierte in Jerez seinen allerersten Grand-Prix-Erfolg © Aspar Team

Bradley Smith fährt einen ungefährdeten Sieg in der 125er-Klasse ein - Jonas Folger mit einer sensationellen Show: Aufholjagd und Sturz

Zwar fuhr Bradley Smith souverän zu seinem ersten Grand-Prix-Sieg beim Rennen in Jerez, doch die Schlagzeilen müssen Jonas Folger gehören. Der 15-jährige Bayer war der tragische Held eines spannendes Rennens. Folger war wegen eines Motordefekts im Qualifying von ganz hinten gestartet, hatte bereits nach fünf Runden das halbe Feld überholt und bot den Zuschauern eine fantastische Show. Nach und nach robbte sich der junge Nachwuchsmann an die Spitzengruppe und hatte sogar plötzlich Podestchancen.

Folger hatte sich in sensationeller Manier nach vorn gekämpft und rangelte in den letzten drei Runden mit Sergio Gadea, Pol Espargaro, Sandro Cortese, Marc Marquez und Scott Redding um die verbleibenden zwei Podestränge, die hinter dem weit enteilten Bradley Smith noch vergeben wurden. Doch eineinhalb Runden vor Schluss geriet Folger im Kampf um Platz drei mit Espargaro aneinander und landete auf dem Asphalt. Die Zuschauer bedachten den tragischen Helden mit viel Applaus.

Das Rennen um den Sieg war früh entscheiden. Beim Start zog Smith seinem Teamkollegen und Polemann Julian Simon auf und davon. Der Spanier fand sich plötzlich im Gerangel wieder und musste sich mühevoll auf den zweiten Rang vorkämpfen. Als das geschafft war, hatte sein Aspar-Kollege aber schon rund fünf Sekunden Vorsprung. Die Aufholjagd begann, endete dann aber schnell im Kiesbett. Simon musste aufgeben, die Fans waren fassungslos.

Unterdessen arbeitete sich nicht nur Folger nach vorne, sondern auch Stefan Bradl war schnell in Schlagdistanz zur Verfolgergruppe. Doch auch der Kiefer-Pilot hatte Pech, als er nach acht Runden ausrutschte, im Kies landete und aufgeben musste. Andrea Iannone hatte nach zwei Saisonsiegen in Folge auch kein Glück. Der Italiener konnte nach einem frühen Ausritt jedoch weiterfahren und immerhin noch auf Rang 19 vorfahren.

Sandro Cortese hielt sich das ganze Rennen über im Spitzenfeld, fuhr lange Zeit auf Podestkurs, doch am Ende zogen die Gegner vorbei. Der Ajo-Pilot konnte sich nicht mehr wehren und landete schließlich auf Platz sechs. Gadea und Marquez sorgten für doppelten spanischen Podestbesuch, dahinter holten Scott Redding und Efren Vazquez gute Ergebnisse mit den Rängen vier und fünf. Cortese-Teamkolege Dominique Aegerter wurde Neunter.

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