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Hiroshi Aoyama holte einen spektakulären Sieg in Jerez © Honda

Hiroshi Aoyama bezwingt Alvaro Bautista in einem unglaublichen Kampf in Jerez: Erster Honda-Sieg seit vielen Jahren

Was für eine Schlacht! Das Rennen der 250er-Klasse hat die Fans in Jerez mehrfach von den Stühlen gerissen. In den letzten drei Runden wagte sich niemand mehr hinzusetzen. Lokalmatador Alvaro Bautista und Hiroshi Aoyama boten der Szene eine unglaubliche Show. Allein in der letzten Runde wechselte noch drei Mal die Führung. Das bessere Ende hatte der Japaner für sich. Er holte sich den ersten Honda-Sieg in der 250er-Klasse seit Ewigkeiten.

Der große Kampf begann schon gleich beim Start. Vorne konnte sich eine vierköpfige Führungsgruppe um Aoyama, Bautista, Weltmeister Marco Simoncelli und Hector Barbera absetzen. Überraschungs-Polesetter Alex Debon wurde schon früh nach hinten durchgereicht. Das Quartett bot ein fantastisches Schauspiel. Vorne wechselten sich Simoncelli, Bautista und Aoyama in der Führungsarbeit immer wieder ab, dahinter lauerte Barbera rundenlang auf seine Chance.

Trotz der vielen Rangelein verschaffte sich die Führungsgruppe ein Polster von rund 15 Sekunden auf den Rest der 250er-Welt. Drei Runden vor dem Ende wurde das Spitzenqartett auf ein Duo dezimiert. Der amtierende Weltmeister Simonceli machte beim Angriff auf die Spitze einen Fehler und fiel leicht zurück. Er musste sich schließlich im harten Kampf gegen Barbera mit Mühe, Not und Ellbogen auf den dritten Platz boxen.

Vorne lief unterdessen der große Showdown. Beide Piloten fuhren absolut am Limit, rutschten vor jeder Kurve und trieben oftmals weit heraus. Zunächst sah es so aus, als könnte sich Bautista leicht absetzen, doch ein kleiner Fehler brachte Aoyama noch einmal heran. Das Finale dann in der letzten Runde: Der Japaner zieht in der ersten kurve in Front, Bautista kontert, Aoyama rutscht wieder innen vorbei und rettet sich hauchdünn zum Sieg. Was für ein Rennen!

Hinter Barbera, der sich schließlich Simoncelli geschlagen geben musste und Vierter wurde, kam Thomas Lüthi auf einem starken fünften Rang ins Ziel. Der Schweizer hatte sich in der ersten Rennhälfte zurückgehalten und später eine große Aufholjagd gestartet. In der letzten Runde schob er sich noch an Mattia Pasini vorbei. Hinter dem Italiener kamen Gabor Talmacsi und Jules Cluzel auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel.

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