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Casey Stoner feierte sein erstes Jerez-Podest mit einem ausgiebigen Wheelie © Ducati

Casey Stoner ist nach seinem ersten Jerez-Podestplatz mehr als zufrieden, Nicky Hayden tankt kein Selbstvertrauen: Probleme mit dem Benzinfluss

Schadenbegrenzung lautete das Motto für Ducati in Jerez. Auch wenn Casey Stoner die Tests vor der Saison nach Belieben dominiert hatte, gab es für die Italiener beim Europaauftakt der MotoGP kaum etwas zu holen. Stoner konnte seinen Speed aus dem März nicht wiederfinden, aber immerhin kam er als Dritter auf seiner ungeliebten Jerez-Strecke erstmals auf das Podest. "Ich habe lange darauf gewartet, hatte schon oft die Chance, sie aber immer verpasst", freute sich der Australier.

"Vor dem Rennen hatte ich mir nicht viel ausgerechnet, weil Jorge, Dani und Valentino einen besseren Speed hatten", erklärte Stoner weiter. "Ich habe das Setup dann so eingestellt, sodass ich wenigstens halbwegs bequem über die Renndistanz gehen konnte. Ich hatte einen tollen Start, aber dann rutschte mein Vorderrad viel herum. Valentino konnte dann an mir vorbeiziehen. Ich wollte mich wehren, aber es ging nicht."

"Als Jorge dann aufholte, habe ich das Podest schon abgeschrieben. Ich wollte micht gerade schon mit dem vierten Rang anfreunden, da löste Jorge das Problem", sagte Stoner, der vom Abflug des Spaniers profitierte. Er bilanzierte: "Ich hatte unglaubliches Glück, aber ich denke auch, dass wir uns das nach harter Arbeit verdient hatten. Es ist zwar nur ein dritter Platz, aber aus meiner Sicht ist er mehr wert als der Sieg in Katar."

Das Wort Sieg darf Nicky Hayden zurzeit nicht in den Mund nehmen. Der Amerikaner erlebt als Neuzugang das fast schon typische Ducati-Debakel, welches im vergangenen Jahr Marco Melandri zum Verhängnis wurde. "Ich hatte vor dem Rennen Sorge, dass es ein anstrengender Ritt werden würde. Es wurde aber noch viel schlimmer als erwartet", sagte Hayden nach seinem 15. Platz völlig frustriert. "Ich hatte Probleme mit dem Benzinfluss. Ich wollte beim Start Plätze gutmachen, aber ich verlor eher welche."

"Dann wollte ich aufholen, aber es stimmte etwas mit dem Setup nicht", ging das Klagelied des Weltmeisters von 2006 weiter. "Ich kam mit dem harten Reifen nicht zurecht, habe daher den weichen genommen. Der funktionierte erst, als ich endlich die passende Temperatur drin hatte. Meine beste Runde konnte ich daher erst in Runde 17 drehen. Daran müssen wir wirklich als Team noch arbeiten. Wir müssen uns die Daten anschauen, denn beim nächsten Rennen muss es anders laufen."

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