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Casey Stoner (r.) nimmt Nicky Hayden in Schutz und wünscht ihm Selbstvertrauen © Ducati

Casey Stoner ist der Meinung, dass Teamkollege Nicky Hayden mit der Ducati auf Touren kommen wird, sobald dieser etwas Selbstvertrauen zurückgewinnt

Diese Geschichte scheint sich jedes Jahr aufs neue zu wiederholen: während Casey Stoner auf der Ducati um Siege und den WM-Titel kämpft, kann sein jeweiliger Teamkollege nicht im Ansatz mithalten und muss froh sein, wenn er auf einem der hinteren Punkteränge ins Ziel kommt. 2007 wurde Altmeister Loris Capirossi von angehenden Champion deklassiert, 2008 kam Marco Melandri völlig unter die Räder.

Für die Saison 2009 wurde Melandri deshalb von Nicky Hayden ersetzt, seines Zeichens immerhin MotoGP-Weltmeister von 2006. Aber auch der Ex-Honda-Fahrer konnte bisher nicht überzeugen. Schon während der Wintertestfahrten war Hayden langsamer als Stoner und ein schwerer Sturz im Qualifying zum Grand Prix von Katar war den Amerikaner weit zurück.

Von diesem Rückschlag scheint sich Hayden bislang nur sehr langsam zu erholen, folgte in Japan ein weiterer Sturz direkt in der ersten Runde des Rennens und in Spanien lediglich ein magerer 15. Platz, 50 Sekunden hinter Stoner, der am Ende Dritter wurde. Trotzdem glaubt Stoner, dass sein neuer Teamkollege das Potenzial besitzt mit der Ducati GP9 ganz nach vorne zu kommen, sobald er die Stürze verarbeitet hat.

"Er hat den Fehler in Katar gemacht und ist gestürzt. Das ist sicherlich ein riesengroßer Schlag für sein Selbstvertrauen. Und dann hat ihn Takahashi umgefahren. Das sind halt ein paar Sachen, über die er hinwegkommen muss", sagte Stoner gegenüber 'Autosport'. "Die letzten beiden Rennen waren eine Katastophe für ihn, aber es war nicht sein Fehler."

Stoner glaubt, dass Hayden ohne die Stürze wesentlich näher an ihm drangewesen wäre. "Bei den Testfahrten haben wir ihn sehr konkurrenzfähig in den Top 5 gesehen. Er hat sich auf dem Motorrad immer wohler gefühlt. Und dann passieren solche Sachen und werfen ihn zurück. Hoffentlich kommt er bald wieder auf die Beine."

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